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Mega-Fusion
Salesforce blättert für Slack 27,7 Milliarden Dollar hin

Jetzt ist der Deal perfekt: Salesforce übernimmt Slack für 27,7 Milliarden Dollar, der bisher teuerste Zukauf der Firmengeschichte. Für Salesforce hat der Kauf großen Reiz, da Slack Lücken im Salesforce-Portfolio schließt.

Text: W&V Redaktion

1. Dezember 2020

Stewart Butterfield, Slack-CEO und Mitgründer
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Seit einigen Tagen schossen die Spekulationen bereits ins Kraut, dass der Software-Konzern Salesforce sich mit dem Kollaborationstool Slack verstärken will. Eine Kombination, die für Salesforce erstrebenswert ist, weil die  hauseigene Lösung zur Bürokommunikation nie den Durchbruch geschafft hat und Slack diese Lücke füllen kann. Für Unternehmen ist die Integration beider Systeme ebenfalls sinnvoll: ihnen gelingt so die engere Integration von Daten und deren Autausch.

Salesforce lässt sich den Kauf von Slack rund 27,7 Milliarden Dollar (rund 23 Milliarden Euro) kosten. Das besagt eine Vereinbarung beider Unternehmen, die am Dienstag nach US-Börsenschluss bekannt wurde. Für Salesforce ist es der größte Zukauf seiner Geschichte. 

Es sei eine Verbindung, die im Himmel geschlossen sei, schwärmt Salesforce CEO Marc Benioff. "Stewart und sein Team haben eine der beliebtesten Plattformen in der Geschichte der Unternehmenssoftware mit einem unglaublichen Ökosystem aufgebaut. Gemeinsam werden Salesforce und Slack die Zukunft der Unternehmenssoftware gestalten und die Art und Weise verändern, wie wir alle in der komplett digitalen, Welt arbeiten."

Auch Slack-Chef Stewart Butterfield lässt es nicht an Superlativen fehlen. Er hält das Bündnis für die strategisch wichtigste Kombination in der Geschichte der Software. "Salesforce startete die Cloud-Revolution, und zwei Jahrzehnte später loten wir immer noch alle Möglichkeiten aus, um unsere Arbeitsweise zu verändern. Die Chance, die wir gemeinsam sehen, ist gewaltig", so Stewart Butterfield, CEO und Mitbegründer von Slack. "Da Software eine immer kritischere Rolle für den Unternehmenserfolg spielt, teilen wir die Vision, Komplexität zu reduzieren und die Agilität zu erhöhen."

Slack wird in die Salesforce Cloud eingebunden und das neue Interface für Salesforce Customer 360. Rund 2.400 Apps sind derzeit an Slack angebunden. Gemeinsam schaffen sie eines der umfangreichsten Ökosysteme für Businesssoftware.

Slack-Aktionäre solle pro Anteilsschein 26,79 Dollar sowie 0,0776 Salesforce-Aktien erhalten, hieß es.

Die Corona-Krise mit verstärktem Arbeiten von Zuhause aus gab in den vergangenen Monaten auch Slack Auftrieb - aber nicht so stark wie einigen anderen Diensten wie zum Beispiel Zoom.

am/mit dpa


Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt". 

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