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TechTäglich
Siri fordert von Apple-Chef kostenloses MacBook

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit Siris MacBook-Forderung und dem ersten smarten Schuh für Blinde.

Text: W&V Redaktion

26. Mai 2021

Kann sich Tim Cook ein Grinsen wegen Siris Forderung nicht verkneifen?
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Siri fordert von Apple-Chef kostenloses MacBook

Zehn Jahre nach dem Start schlägt Apples Sprachassistentin Siri zurück! Apple-Chef Tim Cook hat eine Mail von Siri erhalten. Siri Hafso schreibt, sie habe die jahrelangen Witze über ihren Vornamen satt. Jetzt feiert die reale Siri ihren 30. Geburtstag, aber unter Tränen: Die Schauspielerin hat wegen der Pandemie ihren Job verloren. Nun hat Siri allen Mut zusammengenommen und sich an Tim Cook gewandt:

"Hallo Tim! Ich werde gleich loslegen. Ich muss dich um einen Gefallen bitten. Du siehst, mein Name ist Siri. Ja ... Siri. Und bis 2011 war ich das Kind, das im Souvenirladen nie seinen Namen an einem Schlüsselbund finden konnte." Dann gesteht sie: Alles, was sie seitdem höre, sei "Siri? Wie das iPhone?" Oder "Haben deine Eltern dich nach dem iPhone benannt?"

Sie sei jetzt 30 Jahre alt, 20 Jahre älter als Siri, aber von den schlechten Siri-Witzen genervt und gebeutelt. Daher bitte sie Tim Cook um neues MacBook. Bereits 2014 habe ihr MacBook "den letzten Atemzug" gemacht. Und als sie das Gerät reparieren lassen wollte, habe der Apple-Techniker ihren Ausweis verlangt. Er habe nicht glauben können, dass sie Siri heiße. 

Welches MacBook Tim Cook ihr schenken soll? Egal, sagt Siri: "Eines, das im Lager verstauben würde, eines, das repariert wurde, nachdem zu viel Kaffee auf die Tastatur geschüttet wurde."

Noch hat Tim Cook nicht reagiert... 

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Erster smarter Schuh für Blinde

Aus Österreich kommt eine technische Revolution für behinderte Menschen, deren Sehkraft stark oder komplett eingeschränkt ist: Das Linzer Unternehmen hat mit "InnoMake" spezielle Schuhe für Blinde und Sehbehinderte vorgestellt. Entstanden ist das Projekt zusammen mit der TU Graz, deren Forscher sich um das KI-Bild-Erkennungssystem gekümmert haben. 

Auf der Spitze sind Ultraschall-Sensoren befestigt, die die Umgebung wahrnehmen und analysieren. Mithilfe künstlicher Intelligenz werden von den Schuhen Hindernisse aus bis zu vier Metern Entfernung erkannt. Dank eines Vibrations-Motors oder eines kleinen Lautsprechers wird der Träger dann gewarnt. Die Schuhe können bereits bestellt werden. Der Preis liegt bei etwa 3200 Euro pro Paar. Die Behörden haben den Schuh als medizinisches Produkt zugelassen. In Zukunft werden an der Schuhspitze eine Kamera und ein Prozessor integriert, auf denen der Algorithmus ausgeführt wird.

Die "InnoMake"-Schuhe erinnern mit ihren Sensorkappen an Workwear.

Spotify streamt Live-Konzerte gegen Gebühr

Erschließung neuer Einnahmequellen: Der Streaming-Dienst wird für seine Kunden Live-Konzerte angesagter Künstler gegen Gebühr streamen. Zum Auftakt sind für Ende Mai und den Juni fünf Events geplant. Der Streaming-Dienst erklärt, er wolle Kunden trotz Corona ein gutes Musik-Erlebnis Ab morgen, 27. Mai, startet Spotify ein neues Projekt, um zusätzliche Inhalte zu vermarkten. Auch Nicht-Abonnenten können dabei sein. Pro Konzert (Beginn jeweils 21 Uhr) werden 15 Euro pro Ticket fällig. Interessenten können sich für die jeweiligen Veranstaltungen mit ihrem Spotify-Account auf der neuen Event-Seite einloggen. Danach wird die jeweilige Zeitzone ausgewählt. Laut Spotify dauern die "Live-on-tape"-Konzerte jeweils zwischen 40 und 75 Minuten. 

Mit den Black Keys, die Songs wie "Going down south" (unten im Video) aus ihrem neuen hervorragenden Album "Delta Kream" präsentieren, gibt es zum Auftakt gleich ein Highlight. Diese Termine sollten Sie sich bei Interesse vormerken:

27. Mai: The Black Keys

3. Juni: Rag'n'Bone Man

10. Juni: Bleachers

17. Juni: Leon Bridges

24. Juni: Girl in red

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Netflix plant Spiele-Abo

Netflix-Kunden werden aktuell gleich mit zwei Überraschungen konfrontiert: Zum einen hat der Streaming-Dienst endlich den Starttermin für die finale Staffel des Blockbusters "Haus des Geldes" bekanntgegeben. Season 5 wird gesplittet. Die ersten fünf Folgen starten ab 3. September, die Episoden 6 bis 10 am 3. Dezember. Zum anderen überraschen neue Pläne des US-Konzerns: Netflix wird wohl ins Gaming-Business einsteigen. Ab 2020 könnten neben Filmen und Serien auf Netflix auch Spiele angeboten werden.

Geplant ist wohl eine Version von Apple Arcade. Der Konkurrent bietet derzeit unter diesem Titel rund 180 Games in einer Flatrate für 4,99 Euro pro Monat an. Netflix will laut Infos mehrerer US-Portale eigene Games und Spiele von Drittanbietern als Bundle anbieten. Auch ein eigenes Netflix-Studio zur Spiele-Entwicklung solle gegründet werden. Zunächst sollen jetzt bekannte Macher aus der Gaming-Szene als Verantwortliche für Netflix-Games angeheuert werden. Der Spiele-Dienst dürfte die Antwort darauf sein, dass Netflix mit seinem aktuellen Film- und Serien-Angebot nur noch sehr langsam wächst. So ganz neu ist die Idee nicht. Bereits vor vier Jahren hat Netflix ein eigenes App-Game zur Kultserie "Stranger Things" lizensiert. Es bleibt bis heute das einzige Netflix-Game. Was sich 2022 ändern dürfte...

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Spice Girls mutieren zu Rockern

1994 hat sich die Pop-Girlgroup Spice Girls gegründet und ihren Siegeszug durch die Charts angetreten. Nach mehreren Comebacks war dann 2018 das Ende der Band gekommen. Doch jetzt lebt der Kult wieder auf: Die Spice Girls werden neu gewürzt und mutieren im Jahr 2021 unverhofft zu Rockern. Eine neue KI, die OpenAI Jukebox, verwandelt den größten Spice-Girls-Hit "Wannabe" in einen Titel der Industrial-Rocker von Nine Inch Nails, deren Mastermind Trent Raznor ab 2015 auch Chief Creative Officer bei Apple war und damit mitverantwortlich für Apple Music.

Die Spice-Rock-Girls: Eine schräge, aber hörenswerte Idee – zu 100 Prozent computergeneriert. Für das Training der KI haben ihre Erfinder 1,2 Millionen Songs im Web gecrawlt und die Metadaten kuriert.   

Damit wünsche ich einen schmackhaften Mittwoch. Bis morgen bei TechTäglich.

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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