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TechTäglich
Spectre: Rolls-Royce zeigt sein erstes Elektroauto

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit dem neuen britischen Autostolz, "Designed by BMW in Bavaria".

Text: W&V Redaktion

30. September 2021

„Strebe in allem, was du tust, nach Perfektion.“ Eine der Aufschriften auf den PR-Fotos des neuen Rolls-Royce Spectre.
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Spectre: Rolls-Royce zeigt sein erstes Elektroauto

Spectre (Deutsch "Gespenst") – das klingt nach einem James-Bond-Film. In diesem Fall geht es aber um den ersten Rolls-Royce mit Elektromotor, den die edle englische BMW-Tochter gestern mit einem Appetithappen präsentiert hat. Allzu viel ist von der drei Tonnen schweren Limousine auf den PR-Fotos aber noch nicht zu erkennen. Denn ihre Linien werden von aufgepinselten Wandtattoo-Sprüchen wie "Wenn es nicht existiert, erschaffe es" oder "Strebe in allem, was du tust, nach Perfektion" verschleiert. Das coupéhafte Design, so die Auto, Motor und Sport in ihrer Analyse, deutet aber an, dass Rolls-Royce für seinen Elektrostart ein eher konventionelles Design plant – das weit entfernt ist von den spektakulären, Yacht-artigen Linien der Elektrostudie 103EX aus dem Jahr 2016.

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Verwandt mit dem BMW iX

Soweit zu erkennen, öffnen sich die Türen, wie von Rolls-Royce gewohnt, gegenläufig – was für einen besonders bequemen Einstieg sorgen soll. Fürs automatisierte Laden von Strom, das den Fahrer nicht behelligt, ist ein Roboterarm vorgesehen. Zur weiteren Technik des Spectre, die mit dem Strom-BMW iX verwandt ist, liefert Rolls-Royce noch keine näheren Informationen. CEO Torsten Müller-Ötvös schwärmt allerdings bereits, wie ideal der E-Antrieb zur Marke passt: "Das Elektroauto ist perfekt lautlos und sauber. Es gibt weder Gerüche noch Vibrationen" – also genau so, wie es die noble Kundschaft schätzt. Weitere Informationen zum Spectre verspricht Rolls-Royce für Ende 2021. Im vierten Quartal 2023 soll das Auto dann auf die Straße fahren – beziehungsweise schweben. Bis dahin legen Prototypen rund 2,5 Millionen Test-Kilometer zurück. Das entspricht der Einsatzdauer eines Rolls-Royce von 400 Jahren.

Das sind die weiteren Themen von TechTäglich am 30. September 2021:


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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