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Unruly-Studie
Streaming-Konsumenten sind offen für Werbung

Die Corona-Pandemie hat den Aufschwung der Streaming-Anbieter weiter beschleunigt. Durch Werbung unterstützte Dienste besitzen dabei das größte Wachstumspotenzial, wie eine Unruly-Studie zeigt.   

Text: W&V Redaktion

17. September 2020

Streaming-Dienste wie Netflix haben von Corona profitiert.
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Zu den Gewinnern der Corona-Krise gehört neben dem Online-Handel vor allem auch die Streaming-Branche. So haben stolze 28 Prozent der deutschen Verbraucher seit dem Corona-Ausbruch einen werbeunterstützten Streaming-Dienst ausprobiert und zwei Drittel davon wollen sie auch künftig nutzen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie "Understanding CTV" des Ad-Tech-Anbieters Unruly. Vor allem in den jüngeren Altersgruppen von 18 bis 34 spiegelt sich die Tendenz hin zu kostenfreien CTV-Streaming-Diensten wider. Etwa 34 Prozent nutzen diese bereits und weitere 30 Prozent zeigten in der Studie Interesse. Bezahlte Streaming-Dienste wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime werden hierzulande von 49 Prozent der CTV-Konsumenten genutzt. Das Pay-TV wird mit einer Nutzung von nur 20 Prozent deutlich abgehängt. 

Tendenz zur Ausgabenreduzierung 

Nach den Erkenntnissen der Unruly-Studie könnte die Zahl der Abonnenten von Netflix & Co. allerdings in nächster Zeit abnehmen. Immerhin 46 Prozent der in Deutschland befragten Nutzer denkt nämlich derzeit darüber nach, die Anzahl ihrer Abos wieder zu reduzieren, bei den CTV-Konsumenten liegt dieser Wert sogar bei 63 Prozent. Gleichzeitig will nahezu die gleiche Anzahl stattdessen vermehrt Streaming-Anbieter nutzen, die kostenfreie Inhalte bieten. Von mehr als der Hälfte der 500 in Deutschland befragten Nutzer wird zudem bereits aktiv nach kostenlosen TV-Programmen oder Filmen gesucht. Die Werbung, die dann dort präsentiert wird, stört zudem 62 Prozent der Konsumenten nicht.  

Wer Werbung schaut, kauft mehr

Erfreulich für die Werbebranche dürfte auch ein anderes Ergebnis der Studie sein: Konsumenten werbeunterstützter Streaming-Dienste reagieren dank relevanterer Zielgruppenansprache im Vergleich zum linearen TV deutlich öfter mit positiven Handlungen auf Werbung. So hat immerhin ein Drittel der Nutzer dieser Dienste ein beworbenes Produkt oder einen beworbenen Service gekauft oder genutzt und 45 Prozent hat im Web danach gesucht, um mehr darüber herauszufinden. 37 Prozent wurden durch eine Werbung zum Besuch eines Online-Stores oder Ladengeschäfts animiert. Jens Oberbeck, VP Commercial DACH bei Unruly, sieht in diesen Zahlen "immense Chance für Marken, die ihr Publikum nun zunehmend auch auf dem TV-Bildschirm und damit endlich auf allen Screens zielgerichtet und personalisiert erreichen können."  

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