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Technik-Kolumne
TechTäglich: Aldi verkauft "AirPods" für 25 Euro

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit den 25-Euro-AirPods von Aldi und einem Gratis-eBook von Potter-Autorin Rowling.

Text: W&V Redaktion

28. Mai 2020

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V.
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Aldi verkauft "AirPods" für 25 Euro

Beim großen In-Ear-Kopfhörer-Test der Stiftung Warentest belegten die Apple AirPods in der Kategorie "True Wireles" zuletzt zwar nur den zweiten Platz (Sieger: Sony WF-1000XM3). Dennoch sind die weißen Ohrhörer aus Cupertino weltweit in den Straßen dominant und als "one more thing" ein Blockbuster. Das ruft auch die Konkurrenz auf den Plan. Mit den Magic Earbuds von Honor (99,90 Euro) und den U Ears von HTC (Preis und Startdatum noch offen) wurden in den vergangenen Tagen gleich zwei Design-Klone der AirPods bekannt. Doch ab heute wird’s noch ähnlicher und vor allem noch günstiger: Aldi Nord und Aldi Süd verkaufen die Maginon BIK-3 True Wireless Stereo Ohrhörer – eine perfekte AirPods-Kopie, mit nur 24,99 Euro aber rund 150 Euro günstiger als das billigste Original-AirPods-Modell. Die kabellosen Bluetooth-Kopfhörer von Aldi erlauben bis zu 3,5 Stunden Musik-Konsum (AirPods bis zu 5 Stunden), bevor sie wieder geladen werden müssen. Die Lade-Hülle besitzt einen eingebauten Akku. Außerdem werden Siri und Ok Google unterstützt. Dazu gibt es zwei kleine Buttons auf der Rückseite. Wie gut die Kopfhörer für diesen Preis sein können, wird sich erst zeigen. Ökologisch wertvoll sind die Plastikbomber sicher nicht, sondern eher ein typischer Wegwerf-Artikel in einer Welt, die weniger Elektroschrott vertragen könnte.

Erinnern optisch sehr stark an die Original-AirPods: die Aldi-Ohrhörer Maginon BIK-3.

 

E-Boot vs. Tesla 3 im Speed-Duell

Ein Speed-Duell auf Augenhöhe? Heute treten der Tesla 3 und das schnellste elektrische Speedboot der Welt gegeneinander an. Das E-Auto befährt im Berufsverkehr die Autobahn zwischen Köln und Düsseldorf, die "Candela Seven" durchpflügt parallel 32 Seemeilen zwischen den beiden Städten auf dem Rhein. Die Candela-Macher sind sicher: Unser Boot ist "bei Reichweite und Geschwindigkeit mit Mitbewerbern mit fossilen Brennstoffen vergleichbar". Ihr Speedboot wurde in Schweden als Hydrofoil-Boot gebaut. Die Flügel befinden sich unter dem Rumpf. Somit wirkt die Candela eher wie ein Wasserflugzeug, das über den Wellen schwebt. Bei einer Reichweite von 92 Kilometern und einem reduzierten Wasserwiderstand von 80 Prozent gegenüber herkömmlichen Booten nennen die Entwickler ihr Boot auch "Tesla der Meere". Gesteuert wird die Candela mittels Computerstabilisierungs-System. Ob das reicht, um das Speed-Duell gegen einen Tesla 3 zu gewinnen? Die Auflösung des Vergleichs wird im Sommer in der TV-Sendung "auto mobil – das VOX Automagazin" gezeigt.

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Aerial: Bester Bildschirmschoner neu mit Wetter

Als beste Bildschirmschoner-Lösung gilt die kostenlose Software Aerial. Das Tool, das die legendären Apple-TV-Bildschirmschoner auf den Mac bringt, liegt ab sofort in der neuen Version 1.9 vor. Der Clou: Aerial zeigt nun auch Wetterinfos an, die von Yahoo Wetter bereitgestellt werden. Nutzer können nicht nur ihre Stadt oder einen anderen wichtigen Ort einpflegen, sondern auch die genaue Stelle bestimmen, an der die Wetteranzeige auf dem Bildschirm positioniert wird. Zusätzlich lassen sich Schriftart und Schriftgröße einstellen. Aerial funktioniert ab macOS Sierra und ist Open Source.

Zu sehen gibt es HD- und 4K-Highlights wie von der Raumstation ISS geschossene Perspektiven und Luftbildaufnahmen aus New York City, San Francisco, London, von der Großen Mauer, aus Dubai, Grönland und Hawaii sowie Unterwasservideos. Wer den Dunkelmodus aktiviert, bekommt nur Nachtaufnahmen angezeigt. Selbstverständlich lassen sich auch die genaue Aufnahmeposition und die Uhrzeit konfigurieren. Der kostenlose Download wird über die Einstellungen installiert und den Systemeinstellungen -> Schreibtisch & Bildschirmschoner -> Bildschirmschoner hinzugefügt. Wer gleich mehrere Monitore nutzt, kann jedem Bildschirm seinen eigenen Screensaver hinzufügen.

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Potter-Autorin präsentiert neues Gratis-eBook

Harry Potter ist Vergangenheit. Seine Autorin, die britische Star-Schreiberin J.K. Rowling, präsentiert ganz aktuell ein neues eBook für Kids, "The Ickabog" betitelt. Das Kinderbuch wird online kostenlos angeboten. Die ersten beiden Kapitel wurden bereits veröffentlicht. Im Laufe der nächsten sieben Wochen werden jeweils weitere Kapitel veröffentlicht. Ihr findet sie auf der Website des Projekts.

Harry-Potter-Fans können zuschlagen, sollten aber bedenken, dass die Magie von Potter in dem neuesten Werk nicht aufgegriffen wird. Die Autorin verspricht ein Märchen, "angesiedelt in weit entfernten Königreichen – mit Herren und Königen über Wahrheit und Machtmissbrauch". Kinder zwischen 7 und 12 Jahren können sich digital mit Zeichnungen an einem Wettbewerb zum eBook beteiligen. Rowling hatte das Buch schon vor längerer Zeit begonnen, dann aber wieder zur Seite gelegt. In den Zeiten der Corona-Pandemie fand sich das Manuskript wieder ein und wurde vervollständigt. Rowling weist extra darauf hin, dass es sich um eine komplett andere Geschichte handelt. Die Idee, die Kapitel in einem eBook Woche für Woche weiterzuschreiben, ist dennoch bemerkenswert und zeigt, wohin sich der digitale Buchmarkt in Zukunft entwickeln könnte. Nach dem ersten Online-Event wird das eBook später als auch normales Buch und als Hörbuch veröffentlicht.  

"The Ickabog" erscheint zunächst kapitelweise digital auf der Website von J.K. Rowling.

Bruder von Drogenkönig verklagt Apple

"Welche Drogen hat der genommen?", könnte man ironisch fragen. Roberto Escobar, der Bruder des im Dezember 1993 verstorbenen kolumbianischen Drogenbosses Pablo Escobar, hat Apple laut einem Bericht des US-Promi-Portals tmz verklagt. Zur Begründung sagt Escobar, dass sein iPhone via FaceTime gehackt worden sei. Apple habe dies aufgrund zu lascher Sicherheitsvorkehrungen nicht verhindert. Daher fordere er 2,6 Milliarden US-Dollar Schadenersatz. Durch den Hack sei seine Adresse an die Öffentlichkeit gelangt. Er habe umziehen müssen und um sein Leben gefürchtet. Roberto Escobar hat es offenbar besonders auf Apple abgesehen: 2019 kündigte er an, Apple wegen Kundenbetrugs zu verklagen, nachdem er selbst eine Serie von goldenen Smartphones vorgestellt hatte, auf denen ein Konterfei seines Bruders zu sehen ist.

Galt als größter Drogenbaron Lateinamerikas und als Terrorist: Pablo Escobar.


Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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