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Technik-Kolumne
TechTäglich: Apple – das kostet das iPhone 12

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit den neuen Apple-Preisen und mit der Premiere von Mick Schumacher auf Youtube.

Text: W&V Redaktion

8. Oktober 2020

TechTäglich - die Tech-Kolumne von W&V.
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Apple: Das kostet das iPhone 12

Vor der Präsentation des iPhone 12 am kommenden Dienstag (19 Uhr) sind in Sachen Technik und Design die meisten Fragen geklärt. Die neuen iPhones kommen in vier Varianten, erstmals mit 5G, und im kantigeren Gehäuse des Design-Klassikers iPhone 4 von 2010. Die wichtigste Frage, die noch offen ist, betrifft die Preise. Der Leaker AppleRumors und US-Medien wie Forbes wollen nun auch dieses Rätsel gelöst haben. Demnach setzt Apple bei einigen Modellen auf günstigere Preise. Und von einem Preisschock durch die aufwändige 5G-Technik ist nichts zu spüren. Die US-Preise für die Modellpalette sollen so aussehen:

– iPhone 12 mini (5,4 Zoll): 64 GB ($649), 128 GB ($699), 256 GB ($799)

– iPhone 12 (6,1 Zoll): 64 GB ($749), 128 GB ($799), 256 GB ($899)

– iPhone 12 Pro (6,1 Zoll): 128 GB ($999), 256 GB ($1099), 512 GB ($1299)

– iPhone 12 Pro Max (6,7 Zoll): 128 GB ($1099), 256 GB ($1199), 512 GB ($1399)

Das iPhone 12 mini wird demnach 50 Dollar günstiger als das bisherige iPhone 11, und soll für einen attraktiven Einstiegspreis sorgen. Das Standard-iPhone 12 wird dagegen 50 Dollar teurer. Denn am wohl meistverkauften Modell will Apple weiterhin gut verdienen. Für Käufer von 12 Pro und 12 Pro Max gibt es frohe Kunde: Obwohl Apple die kleinste Speichergröße auf 128 GB verdoppelt, bleiben die Preise für diese Varianten gleich. Wer sich für 256 GB oder 512 GB entscheidet, zahlt 50 Dollar weniger als bisher. Weil in Deutschland die Mehrwertsteuer dazukommt, und weil Apple nicht exakt nach dem aktuellen Dollar/Euro-Kurs umrechnet, dürfte das bei uns einen Einstiegspreis um die 720 Euro fürs iPhone 12 mini bedeuten. Das normale iPhone 12 würde dagegen von 778,85 Euro auf rund 830 Euro zulegen. Forbes spricht in Anspielung auf die extrem teuren aktuellen Top-Samsungs von recht vernünftigen Preisen für die neuen iPhones: "Das sind gute Nachrichten – außer, wenn du ein Apple-Konkurrent bist."

Das iPhone 12 wird günstiger als der Vorgänger – aber nur teilweise.

Mick Schumacher live auf YouTube

Formel-1-Fans fiebern dem morgigen Freitag entgegen. Beim Großen Preis der Eifel auf dem Nürburgring feiert Mick Schumacher seine offizielle Premiere an einem Grand-Prix-Wochenende. Im ersten freien Training ab 11 Uhr sitzt der Weltmeister-Sohn und aktuelle Formel-2-Spitzenreiter erstmals im Alfa-Sauber – also in dem Auto, das er 2021 vom Italiener Antonio Giovinazzi übernehmen könnte. Wer miterleben will, wie sich der 21-Jährige schlägt, ist diesmal nicht auf Sky oder RTL, n-tv und TVNow angewiesen.

Denn erstmals überhaupt überträgt Youtube auf dem offiziellen Kanal der Formel 1 ein komplettes Grand-Prix-Wochenende live und kostenlos. Damit will sich der Rennzirkus für ein neues und jüngeres Publikum öffnen. Die Übertragungen können Youtube-Nutzer in Deutschland, Belgien, Norwegen, Schweden, Dänemark sowie in der Schweiz und in den Niederlanden sehen. Das Rennen startet am Sonntag um 14.10 Uhr. Neben allen Sessions des Wochenendes zeigt YouTube auch Vorschau-Videos, Highlights und Analysen.

Live auf YouTube: Formel 1 aus der "Grünen Hölle" am Nürburgring.

Schauen Sie noch? Netflix lässt Nerv-Einblendung deaktivieren

Netflix-Bingewatcher kennen die nervige Einblendung nur zu gut. Wer sich zwei Folgen einer Serie hintereinander angeschaut hat, ohne auf "Weiter" zu klicken oder ein Menü zu bedienen, wird zu Beginn der dritten Folge gefragt, ob er mittlerweile eingedöst ist. Dann erscheint die Frage "Schauen Sie noch?", die der Nutzer wegklicken muss – außer, er ist tatsächlich schon eingeschlafen. In diesem Fall stoppt Netflix den Stream. Das soll Energie sparen. Außerdem will der Streamingdienst so verhindern, dass verträumte Nutzer zu weit in einer Serie vorankommen, ohne sie überhaupt gesehen zu haben.

Künftig lässt sich die "Schauen Sie noch?"-Nachfrage im Netflix-Menü aber deaktivieren. Die US-Firma testet das Update derzeit weltweit bei ersten Nutzern, danach ist die Einführung für alle Abonnenten vorgesehen. Die Reaktionen der Netflix-Dauergucker in den sozialen Medien sind überaus positiv. Und auch The Verge lobt die kleine, feine Änderung unter anderem als "Funktion für kranke Tage" – wenn man im Bett liegt, stundenlang Netflix schaut, und nicht ständig gefragt werden will, ob man noch wach ist.

Ja, ich bin noch wach! Die besorgte Netflix-Nachfrage lässt sich künftig deaktivieren.

PlayStation 5: So spektakulär sehen die Spiele aus

Bisher haben die ersten Spiele für PlayStation 5 und Xbox Series X, die die Entwickler vorgezeigt haben, noch keine allzu große Euphorie ausgelöst. Titel wie "Spider-Man: Miles Morales" für die PS5 sehen eher nach etwas aufgehübschten PS4-Spielen aus – von einem Quantensprung in Sachen Grafik noch keine Spur. Das könnte sich aber jetzt mit dem ersten Video der PlayStation-5-Version des Basketballspiels "NBA 2K21" ändern, das tatsächlich fantastisch aussieht. Butterweiche Animationen, atemberaubende Details – der Clip der Entwickler von Visual Concepts liefert erstmals einen Eindruck, wie spektakulär Top-Spiele auf der nächsten Konsolen-Generation aussehen können.

Den Technik-Experten von Tom’s Guide ist beim Ansehen des Videos "die Kinnlade runtergeklappt". Denn das kalifornische Studio schafft es offenbar erstmals, das uralte Versprechen von einem wirklich fotorealistischen Videospiel einzulösen. Begeistertes Fazit von Tom’s Guide zu dem Zwei-Minuten-Trailer: "In einigen Fällen, zum Beispiel beim Beobachten von Spielern, die auf dem Court um ihre Position kämpfen, ist es extrem schwierig, zu erkennen, wo das Spiel endet – und wo das wirkliche Leben beginnt." Während sich Entwickler bisher zwischen hohen, flüssigen Bildraten und extrem detailreicher Grafik entscheiden mussten, ermöglicht die PlayStation 5 (ab 19. November) – und sicherlich auch die Xbox Series X (ab 10. November) – erstmals beides.

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US-Debatte: Mike Pence als Herr der Fliege

Joe Bidens Vize-Kandidatin Kamala Harris hat das TV-Duell vergangene Nacht gegen Donald Trumps Stellvertreter Mike Pence nach Meinung der meisten Beobachter gewonnen. Wahrer Superstar der Debatte war aber eine Fliege, die gut zwei Minuten lang um den Kopf von Pence kreiste, und die sich genüsslich auf den weißen Haaren des Vizepräsidenten niederließ. Die Pence-Fliege wurde wie im Flug zur Social-Media-Attraktion. Auf Twitter wurden Dutzende von Konten für das Trend-Insekt eröffnet.

Den Account mit dem zugkräftigsten Namen sicherte sich @MikePenceFly, der mittlerweile auf über 10.000 Follower kommt. Der Betreiber amüsierte sich prächtig über den Zuspruch und twitterte im Namen der Fliege: "Mir wurde mitgeteilt, dass es andere Twitter-Konten gibt, die sich für mich ausgeben. Lassen Sie es mich ganz klar sagen: Ich bin die echte Fliege, die alle anderen Fliegen nur imitieren." Und auch sonst sorgte der gottesfürchtige Pence als "Herr der Fliege" für jede Menge Social-Media-Spaß. Einige der Tweets: "Die Fliege ist sein einziger nicht-weißer Freund", "Ich dachte, sie ist am Haarspray festgeklebt" oder auch "Fliegen lassen sich nun mal gern auf Mist nieder". John-Lennon-Sohn Sean Ono Lennon spottete: "OMG, ein russischer Fliegen-Bot kontrolliert seine Gedanken!"

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Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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