Anzeige

Technik-Kolumne
TechTäglich: Apple – die Neuheiten vom 13. Oktober

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit den Neuheiten des Apple-Events und mit "FIFA 21" im TechTäglich-Test.

Text: W&V Redaktion

7. Oktober 2020

TechTäglich - die Tech-Kolumne von W&V.
Anzeige

Apple: Die Neuheiten vom 13. Oktober

Über den 13. Oktober wurde schon länger spekuliert. Und jetzt ist der Termin auch offiziell. Apple präsentiert nächsten Dienstag ab 19 Uhr deutscher Zeit das iPhone 12 – und mutmaßlich einige weitere Neuheiten. Die Einladung zu der reinen Online-Videoshow trägt den Titel "Hi, Speed". Das "Hallo, Tempo"-Motto passt zu den vier erwarteten Modellen des iPhone 12, die erstmals das noch schnellere Mobilfunknetz 5G unterstützen sollen. Erwartet werden die Standard-Ausgabe des iPhone 12 (6,1 Zoll), ein kleineres iPhone 12 mini (5,4 Zoll) sowie die Profi-Modelle 12 Pro (6,1 Zoll) und 12 Pro Max (6,7 Zoll). Doch CEO Tim Cook dürfte noch einige "One more things" in petto haben.

Spekuliert wird über das erste MacBook mit ARM-Prozessor, über die On-Ear-Kopfhörer AirPods Studio, über einen kleineren Smart-Lautsprecher HomePod mini, (mal wieder) über eine drahtlose Ladematte und über die AirTags. Das sind Apples seit langem erwartete Bluetooth-Plättchen, mit denen sich verschütt gegangene iPhones oder auch Geldbeutel wiederfinden lassen. Gerüchte-Guru Jon Prosser will in den Kreisen der Einladungs-Grafik die AirTags wiedererkannt haben. Die MacWorld erkennt dagegen, dass sie in der Einladung gar nichts erkennt: "Welche Geheimnisse liegen in der 'Hi, Speed'-Grafik? Wenn die Vergangenheit ein Hinweis ist, dann eigentlich gar keine." Nachdem Apple gestern vorsorglich die Audio-Konkurrenz von Bose, Logitech und Sonos aus seinem Store geworfen hat, dürfte der Start der AirPods Studio und vielleicht auch neuer HomePods nächsten Dienstag besonders realistisch sein.

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.

In zehn Jahren: Instagram wird 20

Instagram hat gerade seinen 10. Geburtstag gefeiert. Doch das US-Magazin The Verge schaut nicht zurück, sondern in die Zukunft. Eine großartige Geschichte feiert den 20. Geburtstag von Facebooks Foto-Tochter im Jahr 2030. Die Zukunftsvisionen von Verge-Autor Jacob Kastrenakes klingen dabei ebenso faszinierend wie erschreckend. Er prophezeit, dass Instagram ab 2021 zur weltgrößten Shopping-Plattform wird. Dort lässt sich dann alles kaufen, was auf den Bildern und Videos der App zu sehen ist. Ab 2023 soll sich dann sogar in echten Geschäften per Instagram einkaufen und bezahlen lassen. Im gleichen Jahr können Nutzer ein Insta-Taxi rufen, indem sie ein Video des Ortes posten, an dem sie gerade stehen.

2024 schließen sich unzufriedene Instagrammer erstmals zu einer Gewerkschaft zusammen. Gleichzeitig macht die Augmented-Reality-App "Instagram Lens" die Welt schöner. Wer sie mit Datenbrillen wie der Apple Glass benutzt, sieht die Menschen um sich herum durch einen Beauty-Filter. Hässliche Leute werden plötzlich schön, Alte werden jung. Und wer keine Männer mit Bart mag, klickt Bärte einfach weg. Wolken verschwinden auch, der Himmel ist immer blau, und das Gras immer grün. Menschen beschweren sich, dass ihr Partner die Brille zuhause nicht mehr abnimmt, um sie immer makellos und unrealistisch schön zu sehen. Und während 2029 absolut niemand mehr Facebook nutzt, postet Instagram-Chef Mark Zuckerberg auf Insta, in der erfolgreichsten App aller Zeiten, das Video von seinen ersten Schritten auf dem Mars.

Zukunft 2030: Die Instabrille macht alles schön.

Blocktoberfest: Die Wiesn in Minecraft

Und es findet doch statt! Das echte Oktoberfest in München ist dieses Jahr wegen Corona zwar ausgefallen. Aber in Microsofts Spielehit "Minecraft" wird trotzdem "o'zapft" – beim ersten Blocktoberfest. Die Pixelbiester, ein weltweit renommiertes "Minecraft"-Bauteam mit Hauptsitz in Jena, haben die Wiesn in mehr als 1.200 Arbeitsstunden nachgebaut, Zelte aufgestellt, Fahrgeschäfte programmiert und Lichter zum Leuchten gebracht. Das virtuelle Oktoberfest ist im Auftrag von Grafikkarten-Hersteller Nvidia entstanden. Es soll zeigen, wie spektakulär Spiele mit Nvidias neuer Beleuchtungs-Technologie RTX aussehen können, die sogenanntes Echtzeit-Raytracing ermöglicht.

Spieler in der "Minecraft"-Klötzchenwelt können beim Blocktoberfest aktiv mitmachen, Fahrgeschäfte wie das Riesenrad nutzen, Minispiele wie "Schneckenfischen" oder "Schweinerennen" gewinnen und verborgene Geheimnisse erkunden. Auf der Karte gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bestaunen, die den Originalen auf der Theresienwiese in München nachempfunden sind. Im Video ist die virtuelle Festwiese in aller Pracht und Herrlichkeit mit den RTX-Effekten zu sehen. Weil noch kaum ein Spieler die neue Hardware zuhause hat, gibt es das Blocktoberfest im "Minecraft Marketplace" ohne RTX für knapp vier Euro zum Herunterladen.

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.

Barbara Schöneberger erzählt Alexa-Witze

Wer findet, dass Barbara Schöneberger in Fernsehen, Radio und anderen Medien leider viel zu selten vorkommt – dem wird jetzt von Amazon geholfen. Denn die neugierige Sprachassistentin Alexa bringt den Schöneberger-Humor nun auch ins Wohnzimmer. Die Entertainerin, Moderatorin und Sängerin erzählt ab sofort per Alexa-Sprachbefehl ihre Lieblingswitze. Das klingt dann etwa so: "Die vier ersten Verabredungen aus der Perspektive einer Frau: 'Schickes Hemd!', 'Wow, noch ein schickes Hemd!' 'Oh, wieder das erste Hemd.' 'Ok, er hat genau zwei Hemden.'"

"Sich Witze von Alexa erzählen zu lassen, ist besonders bei Familien sehr beliebt. Alexa ist eine der größten Quellen für Witze auf der Welt, denn Alexa erzählt unseren Kunden mehr als 100 Millionen Witze im Jahr," verrät Amazon-Manager Philipp Berger. Und Schöneberger erklärt zu ihrem neuen Job als Amazon-Witzeschleuder: "Ich glaube, dass vieles von dem, was mit Alexa und dem ganzen Unternehmen Amazon zu tun hat, uns das Leben schon erleichtern und vielleicht auch bunter machen kann. Deshalb bin ich gerne Teil dieses Projektes."

Kennste kennste kennste? Barbara Schöneberger scherzt jetzt auch für Amazon.

FIFA 21 endlich wieder meisterlich

Die "FIFA"-Serie des weltgrößten Spieleherstellers Electronic Arts (EA) ist der FC Bayern des PC- und Konsolen-Fußballs. Die Reihe ist seit 1993 unfassbar erfolgreich – und hat ebenso viele Fans wie Gegner. Von der letzten Ausgabe "FIFA 20" liefen im Streamingdienst Twitch Live-Videos mit einer Länge von über 12 Milliarden Minuten. Das entspricht der Dauer von mehr als 133 Millionen echten Fußballspielen. "FIFA" ist ein globales Phänomen – trotz vieler Ärgernisse für Spieler und Nutzer. So fühlten sich die Partien zuletzt in "FIFA 20" häufig zäh und träge an. Tore fielen oft per Zufall. Doch der TechTäglich-Test der gestern erschienenen "Ultimate Edition" des neuen "FIFA 21" zeigt, dass der Nachfolger überraschend viele Verbesserungen bringt.

Absolute Asse wie Kylian Mbappé laufen unterlegenen Verteidigern nun wieder so mühelos davon wie im richtigen Leben. Das Passspiel funktioniert schneller und direkter. Kluge und kreative Angriffe klappen besser. Denn die eigenen Mitspieler haben jetzt einen genaueren Blick für freie Räume – FIFA wagt mehr Thomas Müller! Und Tore fallen wieder realistisch und nachvollziehbar. Dazu kommen Verbesserungen im Karrieremodus, bei dem virtuelle Trainer ihre Spiele nun auch von außen anschauen und lenken können. Ärgerlich bleibt die Abzocke im "Ultimate Team"-Modus, in dem EA den Spielern weiterhin mit einer Sammelkarten-Lotterie das Geld aus der Tasche zieht. So spektakuläre Fortschritte wie der FC Bayern unter Hansi Flick hat "FIFA 21" zwar nicht gemacht. Für die Champions-League-Quali reicht es diese Saison aber locker. Die Standard-Variante des neuen "FIFA" für PS4, Xbox One, Switch und PC erscheint am Freitag.

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

Anzeige