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Tech-Kolumne
TechTäglich: BER-Bausimulator vom "Postillon"

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit dem Bausimulator des Hauptstadt-Flughafens und einer großen Mac-Sicherheitslücke.

Text: W&V Redaktion

12. Mai 2020

TechTäglich - die Tech-Kolumne von W&V.
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BER-Bausimulator-App vom "Postillon"

Im September 2006 begannen die Bauarbeiten. 2011 sollte der BER, Berlins neuer Hauptstadt-Flughafen, ursprünglich eröffnet werden. Am 31. Oktober 2020, neun Jahre später, nach Pleiten, Pech und Pannen ist es nun endgültig soweit – sofern Corona nicht noch den offiziellen Starttermin kippt. Das BER-Desaster nimmt das Satire-Portal "Der Postillon" aktuell zum Anlass für eine neue App: Die Gratis-Anwendung simuliert den Bau des Flughafens unter realistischen Bedingungen.

An jeder Ecke erwartet Gamer ein neues Problem, die Kosten explodieren. Der Spielspaß steht zwar im Vordergrund, doch witziger ist, dass die Entwickler viele Postillon-Artikel zum BER-Chaos in die Software eingebaut haben, die das Desaster mit Deutschlands größter Dauerbaustelle noch mal Jahr für Jahr nacherlebbar machen. "Eine Welt unvorhersehbarer Ereignisse" versprechen die Macher. Und so nebenbei entdeckt "über 100 neue Probleme", die das Game laut Postillon zu einem "frustrierenden Ereignis machen" – und das alles "ohne erkennbare Logik". Getreu dem Motto: "Mängel sind in diesem Spiel keine Bugs, sondern ein Feature." Guten Flug!

Der BER-Bau: Ein finanzieller Absturz, der am Ende 7,1 Milliarden Euro kosten wird.

"Deezer HiFi" wird bezahlbar

Streaming goes HiFi – endlich kostengünstig: Deezer senkt den Preis für Deezer HiFi von 19,99 auf 14,99 Euro im Monat. Audiophile Nutzer werden sich freuen: Sie können damit ab sofort 54 Millionen Titel genießen. Das gilt für Neu- und Bestandskunden. Was Deezer HiFi so besonders macht: Der Dienst streamt die Titel in verlustfreier FLAC-Qualität (16-bit 1,411 kbps). Weiterer Vorteil: Abonnenten von Deezer HiFi erhalten die Möglichkeit, auch die App "360 by Deezer" kostenlos zu nutzen.

Diese Anwendung unterstützt das neue 360-Grad-Audioformat von Sony bei Kopfhörern. Deezer über das Projekt, das gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut entwickelt wurde: "360 Reality Audio maximiert das räumliche Klangfeld durch mehrere virtuelle Lautsprecher und die Umwandlung der Instrumente in unabhängige Objekte. Diese können in verschiedenen Positionen platziert werden, womit Hörer*innen wahrlich in die Musik eintauchen können. 360 Reality Audio kann mit Kopfhörern aller Hersteller gehört werden." Gut zu wissen: Deezer HiFi lässt sich 30 Tage lang kostenlos testen. Das Angebot gilt nur für Neukunden, die bisher noch kein Test- oder Aktionsangebot in Anspruch genommen haben.

Mehr Qualität für weniger Geld: Deezer HiFi wird ab sofort 5 Euro günstiger pro Monat.

 

"Thunderspy" bedroht alle Macs seit 2011

Der Sicherheitsforscher Björn Ruytenberg hat "sieben schwerwiegende Thunderbolt-Sicherheitslücken" bei allen Mac-Modellen der Jahre 2011 bis 2020 entdeckt, die speziell Rechner mit eigenständigen Thunderbolt-Anschlüssen und den Thunderbolt-kompatiblen USB-C-Anschlüssen betreffen. Angreifer können bei "Thunderspy" auf Daten zugreifen, ein Laptop selbst sperren oder sogar ein Laufwerk verschlüsseln, sagt Ruytenberg. Der Angriff simuliert, dass von Apple zertifiziertes Thunderbolt-Zubehör angeschlossen ist und manipuliert in Wahrheit laut Ruytenberg nur den Thunderbolt-Anschluss. Der Sicherheitsforscher erklärt, es bestehe unter anderem die Möglichkeit eines Downgrade-Angriffs mit Abwärts-Kompatibilität. Nutzer hätten keine Chance "zu erkennen, dass eine Maschine kompromittiert wurde". Fünf Minuten mit dem Rechner und ein Schraubenzieher würden einem Hacker für den Angriff reichen. Das gesamte Potenzial der Sicherheitslücke können Angreifer nur dann ausschöpfen, wenn Nutzer Windows oder eine Linux-Distribution via Boot Camp auf ihrem Apple-Rechner installiert haben. Ruytenberg ernüchtert: "Dieses Thunderspy funktioniert auch dann, wenn Sie die besten Sicherheitspraktiken befolgen, indem Sie Ihren Computer sperren oder wenn der Systemadministrator das Gerät mit Secure Boot, starken BIOS- und Betriebssystemkontokennwörtern eingerichtet und die vollständige Festplattenverschlüsselung aktiviert hat." Eine weitere schlechte Nachricht: Es gebe „keine Möglichkeit, die Sicherheitslücken über ein Software-Update zu beheben, da die Thunderbolt-Sicherheitslücken in den Controller-Chips vorhanden sind."

Der Porsche unter den Kaffeemaschinen

Für alle, denen ein Latte to go mit 3,90 Euro zu teuer ist, gilt: Bitte gehen Sie weiter, hier gibt’s für Sie nichts zu lesen… Denn die erste Kaffeemaschine von Porsche wird Sie nicht die Bohne interessieren. Hinweis für alle anderen Kaffee-Fetischisten: Der Kaffee-Porsche einer südamerikanischen Designfirma kostet mal eben 10.146 Euro, wie ComputerBild berichtet. Die Basis bildet der 993 der Porsche 911 Generation. Die "Espresso Veloce RS Black Edition" besteht nur aus hochwertigen Materialien. Verbaut wurden Alu, Kohlefaser, Titan und rostfreier Edelstahl. No plastic! Kaffee to go gibt es mit dieser Maschine nicht. Die „Espresso VoIce“ wiegt 23,6 Kilogramm. Von der "RS Black Edition" wird es wegen des Porsche 993 nur 993 Geräte geben.

Instagram-Hit: Loch im Kopf

Matt Pehrsson ist im US-Bundesstaat Utah Eigentümer der "Zion Tattoo Company". Er gilt als eine der Kultfiguren in der Tattoo-Szene. Auf Instagram sammelte Matt bereits 64.400 Abonnenten. Mit seinem neuesten Kunstwerk gelang ihm zweifellos die beste Tattoo-Technik des Jahres – das Loch im Kopf ist ein echter Hingucker und kassierte bereits fast 11.000 Likes. Matt erklärt: "Habe heute eine verrückte Sache mit meinem Freund Ryan gemacht. Wir haben noch viel zu tun auf seiner Kuppel. Was haltet ihr alle davon?"

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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