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Tech-Kolumne
TechTäglich: Besseres Insta-Ranking mit Nacktfotos

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit Nacktfotos für besseres Insta-Ranking und dem Horoskop-Podcast von Spotify.

Text: W&V Redaktion

23. Juni 2020

TechTäglich - die Tech-Kolumne von W&V.
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Besseres Insta-Ranking nur mit Nacktfotos

Wie erreiche ich mit meinen Insta-Fotos mehr User? Eine Frage, die sich Blogger, Influencer und auch normale Instagram-User jeden Tag aufs Neue stellen. Die Antwort könnte unter Umständen einfach sein: je nackter, desto besser. Dies legt eine neue Studie von Algorithm Watch nahe. Demnach wird vor allem mit nackter Haut die Chance größer, im Newsfeed oben zu landen. Die Untersuchung, die mit 26 freiwilligen Probanden und 37 Content-Creators aus 12 Ländern durchgeführt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass der Algorithmus von Instagram besonders Fotos mit nackter Haut anzeigt. Motto: undress or fail.

Laut der Studie gilt das auch für normale User, die sich Insta-Abos aus verschiedensten Bereichen – nicht nur aus der Frauenwelt – zusammengeklickt haben. Mit einer 54 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit sahen sich die freiwilligen Probanden Fotos mit nackter Haut bzw. von leicht bekleideten Frauen, etwa in Bikinis oder Unterwäsche an. Bei "nackten" Männern liegt die Wahrscheinlichkeit, dass solche Bilder im Newsfeed landen, bei 28 Prozent. Essen-Fotos hingegen meidet die KI und rankt sie mit einer 60-prozentigen Wahrscheinlichkeit eher nicht im Newsfeed. Die Studie ist aufgrund der Teilnehmerzahl noch nicht repräsentativ, aber aufschlussreich. Daher soll sie in Kürze ausgeweitet werden. Auch weil Instagram bzw. der Mutterkonzern Facebook die Studie für fragwürdig hält: Nackte Haut spiele keine Rolle, behaupten die Entwickler. Algorithm Watch bleibt aber bei seiner vorläufigen These: Gerade Frauen müssten mehr nackte Haut als Männer zeigen, um im Newsfeed nach oben gespült zu werden. Alle Ergebnisse der Studie finden sich hier.

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Minecraft liebt die Unterwelt

Beim beliebtesten Klötzchen-Spiel der Welt wird heute nicht gekleckert, sondern geklotzt: Minecraft-Entwickler Mojang stellt ein großes Update bereit, das die sogenannte Unterwelt "Nether" deutlich attraktiver gestaltet. Gamer können neben neuen Blöcken auch zusätzliche Biome und Mobs erwarten. Verzichten müssen Zocker künftig auf reines Netherit. Schutt ist nun das härteste Material.

Auch ein Add-on: Mit den Bewohnern von Nether, den sogenannten "Piglins", kann in Zukunft Handel getrieben werden. Das Update steht ab heute für alle bekannten Plattformen bereit: Windows 10, macOS, Linux, Xbox One, Playstation 4, Nintendo Switch, iOS und Android. Alle Neuerungen von Version 1.16 sind in diesem Video zusammengefasst:

Spotify jetzt stern-hagelvoll

Geht damit der Stern von Spotify endgültig auf? Der Streamingdienst hat mit "Dein tägliches Horoskop" einen Original-Podcast gelauncht. Professionelle Astrologen verraten allen zwölf Sternzeichen ab jetzt jeden Morgen, wie Mond und Planeten den Tag beeinflussen werden. Die Sternenreise dauert pro Sternzeichen nur drei Minuten, ideal fürs Nebenbeihören beim Frühstück oder auf dem Weg ins Office.

Mit dem Format lokalisiert Spotify das erfolgreiche englischsprachige Original "Horoscope Today" von Parcast. Als Producer zeichnen Wiebke Achterwinter und Daniel Nikolaou verantwortlich. Die Astro-Folgen sind das Follow-up zur ebenfalls deutsch lokalisierten Version des Parcast-Podcast-Hits "Sekten & Kulte – Im Namen des Bösen" (läuft seit 2019 bei Spotify). Alle Horoskop-Folgen stehen an jedem Tag im Jahr ab 0.01 Uhr in der Nacht bereit. Als Sprecherin fungiert Magdalena Szlagowska. Auch User der werbefinanzierten Gratis-Version von Spotify hören "Dein tägliches Horoskop" kostenlos.

Der Streamingdienst hat mit "Dein tägliches Horoskop" einen Original-Podcast gelauncht.

Jet-Set für den Badesee

"Sommer, Palmen, Sonnenschein, was kann schöner sein? Mit dir allein kann es noch schöner sein." Ärzte-Song hin oder her: Auch etwas anderes kann! Diese Woche freuen wir uns in Deutschland über 30 Grad und mehr. Das perfekte Gadget für die beginnenden heißen Tage: Der "YuJet" ist der absolute Hingucker an jedem Badesee. Die Kombi aus Jetski und Surfboard bietet maximalen Spaß bei minimaler Anstrengung. Gesteuert wird "YuJet" per Remote.

Entwickelt von Designern und Ingenieuren ist der "YuJet" nicht nur leicht zu fahren, sondern auch umweltfreundlich. Lamellen und Akku lassen sich ohne Werkzeuge entfernen, berichtet das Portal NewAtlas. Der Rumpf besteht aus Carbonfaser, einem wasserdichten Akku (das Board bietet maximal 40 Minuten Ladung) und der emissionsfreie Elektromotor powert den Sommerhingucker auf bis zu 38,6 km/h-Speed.  Eine drahtlose Fernbedienung kann die Geschwindigkeit regulieren, so dass bei verringertem Tempo auch Anfänger mühelos auf den „YuJet“ steigen können. Wer länger surfen will, kauft sich den optional erhältlichen Zusatzakku. Auch ein Radsatz steht für den Transport bereit. Einziges Manko: Um zum Star am Badesee zu werden, sind 9999 Dollar (rund 9000 Euro) nötig...

Im Video: KI schreibt neuen Nirvana-Song

1994 verstarb Nirvana-Mastermind Kurt Cobain. Am letzten Wochenende wurde seine Acoustic-Gitarre für 6 Millionen Dollar versteigert. 24 Jahre später zeigt ein neues Video, wie ein (Fake-)Nirvana-Song, geschrieben von einer KI, heute klingen würde. Die künstliche Intelligenz wurde anhand echter Nirvana-Songtexte trainiert. Der YouTuber Funk Turkey präsentiert auf seinem Kanal das Ergebnis des Experiments, den Song "Smother". Die Musik, das Remixen und weitere Arbeiten wurden von dem YouTuber händisch erledigt, in seiner Küche, wie er dem MusikExpress verriet. Nur die Texte hat die KI erdacht. Wie das klingt, ist im Video zu bestaunen.

Damit wünsche ich einen intelligenten Tag, bis morgen bei TechTäglich.


Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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