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Technik-Kolumne
TechTäglich: Erstes 5G-Live-Sportevent – von Sky & O2

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit dem ersten 5G-Live-Sportevent von Sky und O2 sowie dem ZDF, das Schule macht.

Text: W&V Redaktion

1. Dezember 2020

TechTäglich - die Tech-Kolumne von W&V.
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Erstes 5G-Live-Sportevent – von Sky & O2

Nikolaus-Überraschung: Am 6. Dezember überträgt der Pay-TV-Sender ein besonderes Sportevent im Livestream. Die Bilder werden mithilfe von zwölf 5G-fähigen Smartphones produziert. Sky geht für das Projekt eine Partnerschaft mit Provider o2 ein. Beim 5G-Sport-Gipfel ist die Partie SG Flensburg-Handewitt gegen FRISCH AUF! Göppingen aus der Handball-Bundesliga zu sehen. Der Livestream (Motto: „Spitzen-Sport trifft auf Spitzen-Technik“) läuft parallel zur TV-Übertragung auf skysport.de. Erstmals wird damit in Europa demonstriert, dass sich ein Sportevent live via 5G übertragen lässt.

Versprochen werden den Zuschauern "schnell wechselnde Perspektiven aus völlig neuen Positionen" in HD-Qualität. Alessandro Reitano, Senior Vice President Sport Production von Sky Deutschland, erklärt: "Die Positionierung und der Einsatz von 5G-Smartphones bringen uns dabei ganz neue Möglichkeiten in der Auflösung von Spielsituationen. Unsere Zuschauer können dadurch noch tiefer ins Geschehen in der Flens-Arena eintauchen." Damit der Livestream reibungslos funktioniert, wurde der Austragungsort innerhalb von nur sieben Tagen von o2 mit der 5G-Technik ausgestattet. Damit untermauert o2 seine Pläne, den Ausbau des 5G-Netzes innerhalb Deutschlands bis 2025 massiv voranzutreiben. Das Beste an dem Event: Um die 5G-Premiere zu erleben, wird kein Sky-Abo benötigt. Der Livestream ist im Netz unter skysport.de für Jedermann frei abrufbar. Anwurf ist am kommenden Sonntag bereits um 13 Uhr.

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Ikea und Bund contra häusliche Gewalt

Erschreckend: Im vergangenen Jahr wurde laut Bundeskriminalamt alle 45 Minuten eine Frau Opfer einer Verletzung oder eines Angriffs des Partners oder Ex-Partners. Die Dunkelziffer soll sogar deutlich höher liegen. Das Bundesjustizministerium hat daher laut dem Portal Heise die Entwicklung einer neuen App in Auftrag gegeben, die in Zusammenarbeit mit Landeskriminalämtern und dem Verein "Gewaltfrei in die Zukunft" entsteht. Die "Inkognito-App" wird Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, stille Notrufe erlauben. Das Investitionsvolumen für die Anwendung bis 2023: 1,689 Millionen Euro. Der Ansatz der App: Sie soll sich auf dem Smartphone tarnen und so auf den ersten Blick (für Männer) nicht erkennbar sein.

Frauen, die unter häuslicher Gewalt leiden, können in der Inkognito-App eine Art Tagebuch führen. Die dort festgehaltenen Übergriffe lassen sich später auch bei Gerichtsverfahren verwenden. Das Thema der häuslichen Gewalt wird aktuell auch von Ikea Tschechien thematisiert. Der entsprechende Werbespot sorgt für große Diskussionen im Netz. Ikea zeigt in dem düsteren Clip auf subtile Art mit Anleihen aus Horror-Filmen, zu welchen Taten Ehepartner oder Ex-Partner fähig sind. Der Spot ist eine Reaktion auf eine Vodafone-Umfrage in Tschechien, bei der 73 Prozent der Frauen häusliche Gewalt als "schwerwiegendes Problem" beschrieben. Befragt worden waren rund 1000 Personen ab 18 Jahren.

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Epilepsie-Angst bei Tiktok  

Die chinesische Onlineplattform Tiktok wird schon bald Warn-Hinweise in Bezug auf mögliche Epilepsie geben. Der Kurz-Video-Dienst will damit seine Nutzer besser schützen. Wenn ein Video besonders auffällig blinkt bzw. Lichtreflexe abgibt oder es in dem Clip andere mögliche Auslöser für epileptische Anfälle gibt, wird der Nutzer künftig mit einer Mitteilung davor gewarnt, ihn anzusehen. Epilepsie kann durch krasse Farbeffekte ausgelöst werden. In den USA erkrankt durchschnittlich einer von 26 Menschen an Epilepsie.

In den Einstellungen von Tiktok kann die Anzeige solcher Inhalte künftig komplett deaktiviert werden. Noch ist das Feature in der Testphase. Auch Hilfsorganisationen aus Europa, Japan und Südkorea wurden in die Entwicklung eingebunden. Wie das Portal TheVerge berichtet, soll die Anti-Epilepsie-Funktion aber schon "in den nächsten Wochen" als Update ausgerollt werden.

Bei einer Epilepsie reagiert das Gehirn überaktiv. Einzelne Muskeln oder der ganze Körper krampfen sich zusammen.

Zentraler Info-Hub für Software-Entwickler

Das Browser-Plugin daily.dev sollten sich Entwickler, die in der Software- und App-Branche arbeiten, ganz schnell bookmarken. Der im Netz einzigartige Dienst versorgt die Zielgruppe mit relevanten Developer-Nachrichten. Die Nachrichten-Quellen werden nicht von einem Algorithmus ausgewählt, sondern von echten Menschen. Der Dienst bietet zwei Tabs.

Im ersten Reiter finden sich beliebte Entwickler-News, im zweiten sind die neuesten Software-Ideen und Projekte auf einen Blick anklickbar. Entwickler können dabei selbst festlegen, welche Themen sie interessieren. Das Plugin kümmert sich um den Rest. Der englischsprachige Service kann kostenfrei unter Chrome, Edge und Firefox Mozilla genutzt werden. Eine Safari-Variante fehlt noch.

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ZDF macht Schule

Coronazeiten sind hart, besonders für Schüler und Schülerinnen. Das ZDF reagiert mit einem Zusatzangebot: Die hauseigene Online-Video-Bibliothek wurde ausgebaut. Im YouTube-Kanal Terra X plus Schule werden ab sofort jeden Montag und Mittwoch neue Folgen hochgeladen. Die Themenbereiche: Erdkunde, Biologie, Physik und Chemie. Passend dazu gibt es in der Mediathek der ZDF-Website deutlich mehr Videos. Die Wissensclips vermitteln Bildungsinhalte in den Kategorien "Geografie & Umwelt", "Biologie & Natur", "Technik, Physik & Chemie", "Religion & Ethik", "Geschichte" und "Gesellschaft & Soziales". So kommt (zusätzliche und werbefreie) Bildung auch in Lockdown-Zeiten nicht zu kurz.

Damit wünsche ich einen lehrreichen Dienstag, bis morgen bei TechTäglich.

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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