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Tech-Kolumne
TechTäglich: Google-Alarm für Coronavirus

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages - das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit einem Coronavirus-Alarm und einem Kabelschock für Apple.

Text: W&V Redaktion

3. Februar 2020

TechTäglich - die Tech-Kolumne von W&V.
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Google mit SOS-Alarm für Coronavirus

Rund 9000 Corona-Erkrankungsfälle sind inzwischen nachgewiesen, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat letzte Woche den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Auch die großen Techfirmen nehmen sich des Themas jetzt an. Apple hat bekannt gegeben, für die Bekämpfung des Coronavirus zu spenden. Google geht nun noch einen Schritt weiter. Wer in der Google-Suche den Begriff Coronavirus eingibt, sieht ab sofort auf mobilen Geräten einen SOS-Alarm. In Zusammenarbeit mit der WHO gibt es an dieser Stelle nicht nur aktuelle Informationen, sondern auch medizinische Tipps. Google-Mitarbeiter haben auch für die Bekämpfung des Virus Spenden gesammelt. Dabei sind über 800.000 US-Dollar zusammengekommen. Der Google-Vorstand hat weitere 250.000 US-Dollar als Spende freigegeben.

Nintendo präsentiert Switch Special Edition

Eine Nintendo Switch Pro ist weiterhin nicht in Sicht. Aber aktuell hat Nintendo Fans mit einer limitierten Switch-Konsole überrascht. Die "Animal Crossing"-Edition erscheint am 13. März, passend zum gleichnamigen Erfolgsspiel, dessen Port am 20. März erstmals auf der Switch landet. US-Vorbesteller zahlen für die "Animal Crossing"-Version 299 US-Dollar, hierzulande ist die Edition noch nicht vorbestellbar. "Animal Crossing" gehört neben Mario und Pokémon zu den erfolgreichsten Nintendo-Games. Auf der Vorderseite des cremefarbenen Switch-Docks ist  ein Meer mit einer einsamen Insel zu sehen. Auf der Insel gibt es drei Animal Crossing-Charaktere. Die Controller sind hellgrün und hellblau.

Auf der Rückseite der Konsole sind Charakteren und Symbole aus dem Spiel zu sehen. Das Spiel und die Special Edition lassen sich nicht im Bundle erwerben. Wer die "Animal Crossing"-Konsolel kauft, muss für das Spiel 59,99 Euro extra bezahlen. Echte Fans können zusätzlich auch noch eine Schutzhülle im "Animal Crossing"-Stil erwerben, ebenfalls als Extra-Kauf. Hier ist der Preis noch nicht bekannt.

Kabelsalat fast beendet! EU schockt Apple

Apple hat bis zuletzt dafür gekämpft, dass die Lightning-Kabel erhalten bleiben. Doch die Lobby-Arbeit hat nicht funktioniert. Das EU-Parlament hat sich mit großer Mehrheit (582 Ja-Stimmen, 40 Nein-Stimmen) für einheitliche Ladegeräte ausgesprochen. Die Resolution dient als Grundlage für eine künftige europaweite Gesetzgebung. Ziel der Entscheidung ist es laut der EU, "die Menge an Elektroschrott" zu verringern und Nachhaltigkeit zu fördern. Somit ist die verpflichtende Einführung gemeinsamer Ladegeräte für alle Mobilgeräte auf den Weg gebracht.  Wie geht es nun weiter? Bis Juli muss die EU-Kommission die Richtlinie verabschieden und anschließend die nötigen regulatorischen Maßnahmen ergreifen. Auch für drahtlose Ladegeräte wird es einen gemeinsamen Standard geben. Mit der Einführung von USB-C in Apple-Geräten ist aber nicht vor 2021 zu rechnen. Der Konzern arbeitet auch daran, seine Geräte komplett kabellos zu machen. Ob das bis 2021 gelingt, ist aber offen.

USB-A, USB-C, Mini-USB: Die EU will den Kabelsalat beenden.

Die Playlist zum Brexit

Im EU-Parlament haben sie gesungen und geweint. Wer noch immer Tränen in den Augen hat, weil die Briten sich am Freitag aus Europa verabschiedet haben, kann sich mit der exklusiven "Brexit"-Playlist, die die Berliner Zeitung "Tagesspiegel" kurartiert hat, gut ablenken. Neben dem logischen Brexit-Song "Time to Say Goodbye" von Sarah Brightman und Andrea Bocelli passen diese Songs aus der Playlist hervorragend zum Ausstieg der Engländer: "Don’t leave me this way" von den Communards, "Junge, komm bald wieder" von Freddy Quinn sind die Hymnen der Brexit-Gegner, "With or without you" von U2 und "Should I stay or should I go" von The Clash die Hymnen der ewigen Brexit-Zweifler und "Goodbye Stranger" von Supertramp bzw. "Hit the Road Jack" von Ray Charles die Must-Hears für Brexit-Befürworter.

Zum 31. Januar ist der Brexit in Kraft getreten. Auf Spotify wird er musikalisch verarbeitet.

Elon Musk jetzt auch Musiker

Aus der TV-Show "The Masked Singer" wird "The Musked Singer": Tesla-Gott Elon Musik hat ein neues Hobby für sich entdeckt. Er musiziert jetzt auch. Der Multi-Unternehmer hat aktuell auf dem Portal SoundCloud und auf Spotify den Titel "Don't Doubt ur Vibe" veröffentlicht. Produziert wurde der EDM-Track von seiner Freundin Grimes, einer bekannten Künstlerin.

Auf Promo-Fotos sitzt Musk auch am Mischpult. Ob er damit nur posen will oder ob er tatsächlich abgemischt hat: unklar. Wie so vieles an und bei Musk. Vielleicht feiert der Titel ja seine Live-Premiere in Grünheide, jenem brandenburgischen Dorf, in dem Musk seine nächste Hightech-Fabrik errichten will – nachdem ein paar Hektar Wald dafür abgeholzt worden sind. Die B-Seite des Songs könnte dann "Green green grass of home" werden…

Elon Musk hebt jetzt auch am Mischpult ab.


Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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