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Technik-Kolumne
TechTäglich: Große Produkt-Offensive von Samsung

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit der großen Produkt-Offensive von Samsung und einer Warnung vor dem falschen Netflix.

Text: W&V Redaktion

6. August 2020

TechTäglich - die Tech-Kolumne von W&V.
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Große Produkt-Offensive von Samsung

Samsung ist dem Apple-iPhone-Event im Herbst zuvorgekommen. Beim "Unpacked"-Event haben die Südkoreaner diverse neue Produkte vorgestellt – eine echte Modell-Offensive. Als Hauptgegner der vier neuen iPhone-12-Geräte dürfen vor allem das Galaxy Note 20 und das Galaxy Note 20 Ultra gelten. Das Note 20 startet bei 925 Euro US-Dollar und verfügt über ein 6,7" AMOLED-Display, Exynos 990 SoC, 8 GB RAM, 128 GB Speicherkapazität und ein Kamerasystem aus 12-Megapixel Hauptkamera, ein 12-Megapixel Ultraweitwinkel-Objektiv und ein 64-Megapixel Tele-Objektiv.

Die Ultra-Version (ab 1266 Euro) kommt mit 12 GB RAM, 128 GB oder 512 GB Speicher und microSD-Kartenslot und einem laut Samsung „noch besseren Display“. Zudem verfügt das Galaxy Note 20 Ultra über ein Kamerasystem mit 12-Megapixel Teleobjektiv, das einen 5-fachen optischen Zoom und einen 50-fachen Hybrid-Zoom integriert, ein 108-Megapixel Weitwinkelobjektiv und ein 12-Megapixel Ultraweitwinkel-Objektiv. Der Autofokus der Kamera wird von einem Laser unterstützt. 5G-Anbindung ist bei beiden Flaggschiffs natürlich Standard. Genauso wie Fingerabdrucksensor und Gesichtserkennung. Ein S Pen liegt bei.

Der Exot im neuen Samsung-Portfolio ist die zweite Generation des Klapp-Smartphones Galaxy Z Fold. Das Fold 2 mit 7,6"-Display soll vor allem bessere Scharniere für eine Klappstruktur aufweisen. Die 1. Generation hatte schon nach kurzer Zeit erhebliche Mängel bei Display und Scharnieren gezeigt und wurde zum PR-Desaster, da Vorabtester schon nach einem Tag große Probleme beklagt hatten. Das Fold 2 startet im September und ist noch ohne Preisschild, dürfte aber mindestens bei 1500 Euro aufwärts liegen.

Ebenfalls neu: Die als AirPods-Pro-Alternative positionierten In-Ear-Kopfhörer Galaxy Buds Live (184 Euro/AirPods Pro derzeit um 209 Euro), die wie Kaffeebohnen aussehen, sowie ein frisches Galaxy Tablet S7 (ab 21. August/ab 681 Euro) bzw. die Galaxy Watch 3 mit EKG-Funktion, Blutdruckmessung und Schlafüberwachung (ab 418 Euro). Diese drei Neuvorstellungen werden aber an der Dominanz von Apple bei Tablets, In-Ears und smarten Uhren kaum etwas ändern.

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Warnung vor dem falschen Netflix

Es sind nur ein paar andere Buchstaben im Namen, doch die machen den (teuren) Unterschied. Aktuell warnt die Verbraucherzentrale Brandenburg vor betrügerischen Streaming-Anbietern, die User dringend meiden sollten. Die Cyberkriminellen versprechen Videostreams wie Netflix und Co., die registrierten Namen der Websites unterscheiden sich kaum von den Originalnamen und sehen fast wie die Big Names aus.

So sind die Plattformen moxflix.de, nonaplay.de, semoplay.de, heloplay.de, pandaf-lix.de, manuflix.de und rayflix.de in Verruf geraten. Wer sich – aus Versehen – bei diesen illegalen Anbietern registriert, muss mit hohen Kosten von rund 30 Euro im Monat rechnen, bei einer unkündbaren Laufzeit von zwölf Monaten. Die Verbraucherschützer weisen außerdem darauf hin, dass die Liste der Websites nicht vollständig ist. Besonders deswegen, weil die Anbieter oftmals ihren Namen ändern, um sich besser tarnen zu können. Im Zweifel also genau hinschauen, ob Netflix auch wirklich Netflix ist, bevor gebucht wird...

Knebelverträge warten auf User, die beim "falschen" Netflix ein Abo buchen.

Bobby-Car wird mobil

Welche Eltern kennen sie nicht? Die knuffigen und bunten Rutschautos sind seit ihrem Launch im Jahr 1972 Kult. Die Firma BIG gehört zu den weltweit fünf größten Spielwarenherstellern und hält die Markenrechte. Der Name "Bobby" wurde seinerzeit gewählt, "um einen kurzen, prägnanten und internationalen Namen" zu kreieren. 48 Jahre nach dem Start auf der Straße wird das Bobby-Car nun mobil.

Die deutschen Publisher Wild River Games (München), Independent Arts Software (Hamm) und BIG veröffentlichen am 24. September "BIG-Bobby-Car – The Big Race" für PlayStation 4, Nintendo Switch und Windows (via Steam) ab 29,99 Euro bis 34,99 Euro. Erste Infos sind aktuell schon durchgesickert: Optisch erinnert das Game an den Disney-Hit "Cars". Das mobile Bobby-Car-Spiel kombiniert Autorennen, Schatzsuche und Rätsel im Comic-Look in einer offenen Spielwelt. Vor dem Rennstart gestalten Spieler ab 5 Jahren ihr eigenes Bobby-Car, bevor 40 Missionen und 360-Grad-Drifts beginnen, um den Bobby-Car-Champion zu ermitteln.

Große Kulleraugen, knuffiger Rumpf: Das Bobby-Car erobert Konsolen und PC.

Googles größtes Phishing-Ziel weltweit

Phishing-Attacken nerven: Angreifer geben sich als Apple, Google oder eine andere Firma aus und versuchen, so an Nutzer-Daten und Passwörter zu kommen. Ein legendäres Beispiel ist die Fake-Website account-icloud.com, die iCloud-User von Apple auf der Suche nach der richtigen iCloud-Startseite tausendfach angesteuert haben. Phishing-Betrüger versuchten zuletzt primär, Google und Amazon-Kunden zu erreichen, ermittelte das Sicherheitsunternehmen CheckPoint (via 9to5Mac). Nutzer von Google und Amazon sind aktuell besonders gefährdet – mit je 13 Prozent aller Phishing-Versuche.

Apple-Kunden sind nur noch in 2 Prozent der Fälle betroffen. Im Jahr 2019 lag der kalifornische Konzern noch auf dem undankbaren ersten Platz. Die meisten solcher Betrügereien finden inzwischen über Fake-Websites statt, gefolgt von betrügerischen Emails. Da aufgrund von Homeoffice in der Corona-Pandemie mehr Nutzer auf Amazon und Google setzen, gibt dies Cyberkriminellen die Chance, noch mehr Schaden anzurichten.

Die Top 10 der Firmen, die am meisten vom Phishing betroffen sind:

1. Google

2. Amazon

3. WhatsApp

4. Facebook

5. Microsoft

6. Outlook

7. Netflix

8. Apple

9. Huawei

10. PayPal

Der Griff nach Geld, Kreditkarten und persönlichen Daten: Phishing-Methoden werden immer ausgefeilter.

 

Per "Kurzbefehl" Apple-Mitarbeiter werden

Viele User träumen von einem Job bei Apple – doch die Einstellungskriterien sind hoch. Träumen ist aber erlaubt: Ab sofort können Interessierte sich ein Original-Apple-Mitarbeiter-Badge mit eigenem Memoji-Sticker basteln, um einmal so wichtig zu wirken wie ein Mitarbeiter im Apple Store. Voraussetzung ist ein iOS-Gerät (iPhone/iPad). Dazu muss man zunächst diesen Kurzbefehl des US-Bloggers Michael Steeber laden.

Danach wird die iOS-Notizen-App geöffnet und man trägt in eine leere Notiz seinen liebsten Memoji-Sticker ein. Wie sich die Sticker erstellen lassen, wird hier erklärt. Anschließend wird nur noch im Notizen-App-Menü auf das Teilen-Symbol gedrückt und in der dann erscheinenden Leiste die Shortcut-Aktion „Apple Store Memoji Badge“ ausgewählt. Danach startet der Kurzbefehl automatisch und wirft ein Bild des eigenen Memojis mit Namen auf dem Apple-Mitarbeiter-Badge aus.

Damit wünsche ich einen Mitarbeiter-freundlichen Donnerstag. Bis morgen bei TechTäglich.

Hier ein Beispiel des Apple-Store-Badges von Michael Gronau, dem Autor des heutigen TechTäglich.


Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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