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Technik-Kolumne
TechTäglich: iPhone 11 wird billiger

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit den neuen Preisen von Apple und mit schlaueren Staubsaug-Robotern.

Text: W&V Redaktion

25. August 2020

TechTäglich ist die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit den neuen Preisen von Apple und mit schlaueren Staubsaug-Robotern.
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Ab Herbst: iPhone 11 wird billiger

Der Herbst bringt traditionell nicht nur neue iPhones – sondern auch Preissenkungen für die Vorgänger-Modelle. Sie werden dann, zumindest nach Apple-Maßstäben, zu Schnäppchen für alle, die nicht unbedingt die allerneueste Technik brauchen. Auch in diesem Jahr fallen im Herbst nicht nur die Blätter – sondern auch die Preise für die Vorgänger der vier neuen iPhone-12-Modelle. Die Apple-Experten von iAppleTimes und TechSpot nennen Details. Demnach streicht Apple mit dem Erscheinen des iPhone 12 ab Oktober das iPhone 11 Pro, das 11 Pro Max und das 2018er iPhone XR aus dem Programm. Die zweite Generation des iPhone SE und das normale iPhone 11 bleiben als Einstiegsmodelle im Angebot.

Das erst im April 2020 gestartete SE könnte dann in den USA statt wie bisher ab 399 Dollar schon für 349 Dollar zu haben sein. Wenn Apple bei seinen Dollar-Euro-Umrechnungen bleibt, würde der Preis in Deutschland von derzeit 466,90 Euro auf rund 409 Euro sinken. Beim iPhone 11 geht es demnach in den USA noch deutlicher bergab, von 699 Dollar auf 549 Dollar. Bei uns wären das dann statt der momentanen 778,85 Euro nur noch etwa 609 Euro – oder 200 Euro weniger als beim neuen iPhone 12. Für den Preisunterschied müssten Käufer zwar auf 5G-Mobilfunk verzichten. Dafür bekommen sie aber ein immer noch topaktuelles iPhone, dessen iOS-Software sich noch jahrelang aktualisieren lässt, zu einem relativ günstigen Preis.

Abwarten lohnt sich: Mit dem Start des iPhone 12 wird der Vorgänger günstiger.

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Telekom bringt Gratis-Flatrate für Schüler

Deutschland als Entwicklungsland beim digitalen Lernen? Zumindest an den Mobilfunkkosten soll der Fortschritt künftig nicht mehr scheitern. Die Telekom führt Mitte September, also zum Ende der Sommerferien in den letzten Bundesländern, eine kostenlose mobile Datenflatrate für alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland ein. Sie soll laut Golem zum Lernen mit Smartphone, Tablet und Computer, zum Verschicken von Hausarbeiten oder für Videotelefonate dienen. Der neue LTE-Tarif namens "Education" kommt mit unbegrenztem Datenvolumen.

Die Telekom kooperiert dabei eng mit den Schulen. Sie erhalten die Zugangsdaten und SIM-Karten, die sie dann an Kinder verteilen, die zum Beispiel zuhause kein Internet haben. Welche Inhalte die Kids mit dem Gratisnetz dann auch tatsächlich nutzen dürfen, sollen im Detail die Schulen entscheiden. Generell ist mit dem "Education"-Zugang aber keine klassische Telefonie möglich, es handelt sich um eine reine Daten-Flatrate. Auch stundenlanges Fortnite-Zocken oder Netflix-Gucken ist nicht vorgesehen, hier könnten offenbar Sperren greifen. Allerdings wird sich kaum kontrollieren lassen, ob Kinder beispielsweise auf YouTube Lernvideos ansehen – oder Musikvideos.

Schüler können bei der Telekom bald gratis surfen und lernen.

Staubsaug-Roboter werden schlauer

Bis vor wenigen Jahren taumelten Staubsaug-Roboter weitgehend orientierungslos durch die Wohnungen und Häuser ihrer Besitzer. Mittlerweile kennen sich die Geräte dank Lasernavigation bestens in ihren vier Wänden aus und lassen sich sehr gezielt steuern. Nun startet Saubermach-Pionier iRobot die dritte Generation. Aus dem Staubsauger wird der Schlausauger. Dafür sorgt die neue Plattform "Genius Home Intelligence", die iRobot jetzt per App-Update für iOS und Android veröffentlicht hat. Sie soll für alle WiFi-fähigen Roomba-Sauger funktionieren, die die US-Firma in den letzten Jahren verkauft hat – also auch für Einsteigermodelle wie den Roomba 675 für rund 230 Euro.

Nach dem Update lassen sich die Geräte beispielsweise mit dem Smart Home vernetzen – und saugen dann automatisch, wenn der Besitzer die Wohnung verlassen hat. Nutzer können intelligente Routinen programmieren. Dann saugt der Roomba zum Beispiel nach dem Abendessen automatisch nur unter dem Esstisch und sammelt die Reste auf. Der Schlausauger lernt auch selbst – und schlägt vor, sich öfter um Stellen zu kümmern, an denen er besonders viel Schmutz findet. Plätze, an denen er immer wieder hängenbleibt, umfährt der Roboter dann ganz von allein. iRobot-Chef Colin Angle verspricht laut The Verge Navigationsfähigkeiten und intelligenten Umgang mit Daten, "wie man sie sonst wohl nur in einem Tesla findet".

Schlauer saugen: Die aktualisierten Roombas machen nach dem Essen automatisch unter dem Tisch sauber.

Wegen Flight Simulator: Joysticks ausverkauft

Microsofts hochgelobter neuer Flight Simulator sorgt für einen Engpass bei Eingabegeräten. Das PC-Spiel lässt sich zwar auch per Controller oder mit der Kombination aus Tastatur und Maus steuern. Am weitaus besten funktioniert das virtuelle Fliegen aber mit einem klassischen Joystick, wie er vor allem in den 80ern und 90ern weit verbreitet war. Damit lassen sich die Flugzeuge fast so exakt wie in einem echten Airbus-Cockpit dirigieren. Weil Flugsimulatoren und damit auch Joysticks in den letzten Jahren kaum mehr gefragt waren, ist das Angebot aber knapp. Und die ersten Händler melden nun bereits ausverkauft.

Bei Amazon heißt es für die meisten Joysticks von US-Spezialist Thrustmaster "Derzeit nicht auf Lager" oder "Derzeit nicht verfügbar". Der besonders gefragte und für den Flight Simulator bestens geeignete Logitech G Saitek X52 ist beim Online-Kaufhaus ebenfalls nicht lieferbar. Beim coolen Thrustmaster TCA Sidestick Airbus Edition im Airbus-Design sind die Preise zunächst von 75 Euro auf rund 120 Euro gestiegen. Und nun meldet Idealo händlerübergreifend: "Das Produkt ist nicht schnell lieferbar." Selbst Ebay hat den Steuerknüppel nicht mehr im Angebot.

Abflug verzögert: Zubehör für Microsofts Flugsimulator geht zur Neige.

Baby-Bayern: Das Champions-League-Finale mit Kindern

Der FC Bayern hat am Sonntag im Champions-League-Finale in Lissabon ziemlich erwachsen Fußball gespielt – und sich mit dem 1:0 gegen Paris Saint-Germain das Triple geholt. Ein Video, das auf allen Kanälen gerade viral geht, zeigt das Finale aber nicht als Erwachsenen-Spiel, sondern quasi als E-Jugend-Kick – mit den Spielern aus München und Paris als Kindern.

"Der Schulte", Online-Entertainer aus München, hat die Stars von Bayern und PSG mittels Deep-Fake-Technik drastisch verjüngt. Und sogar ZDF-Kommentator Béla Réthy fiel in den Jungbrunnen. Die Baby-Bayern sind sehr lustig anzuschauen – auch wenn sich Twitter-Nutzer amüsieren, dass sich gerade die jungen Spieler seit ihrer Kindheit eigentlich kaum verändert haben: "Ich sehe bei Davies tatsächlich keinen Unterschied." Oder: "Kimmich sieht aus wie immer?"

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Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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