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Technik-Kolumne
TechTäglich: iPhone 12 Pro Max/Mini mit Schock-Start

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit dem Asia-Schock zum Start von iPhone 12 Pro Max und 12 Mini sowie der Diät-Drohne, die in 4K filmt.

Text: W&V Redaktion

6. November 2020

TechTäglich - die Tech-Kolumne von W&V.
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iPhone 12 Pro Max und 12 Mini: Start mit Asien-Schock

Ab heute, Freitag (14 Uhr), lassen sich auch die zwei weiteren Modelle der neuen iPhone-12-Reihe ordern: iPhone 12 Pro Max und iPhone 12 Mini können vorbestellt werden, die Auslieferung erfolgt laut Apple eine Woche später, ab 13. November. Und damit – offiziell – noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte kommt aus Asiens Zuliefererkreisen: Ein neuer Bericht spricht von Lieferproblemen von Apple-Zulieferern. Leistungsmanagement-Chips für iPhones und andere Apple-Geräte sollen demnach bei iPhone 12 und Co. aktuell knapp werden.

Bloomberg berichtet, der Grund sei eine Mischung aus Problemen durch die Pandemie und Handelsrestriktionen. Damit ist unklar, ob Apples Weihnachtsgeschäft von den Problemen betroffen sein wird. Zumal Bloomberg nicht weiter ausgeführt hat, welcher von Apples vielen Zulieferern konkret betroffen ist. Erste Indizien gibt es bereits: Die Lieferzeiten für das iPhone 12 Pro verschieben sich in diesen Stunden bis in den Dezember. Bedeutet für diejenigen Käufer, die heute ab 14 Uhr an iPhone 12 Pro Max und iPhone 12 Mini interessiert sind: Am besten schnell entscheiden, denn wer zu lange zögert, muss womöglich mit langen Wartezeiten rechnen. Und, wenn der Vorabhype um Max und Mini sich tatsächlich in schnellen Online-Orders widerspiegelt, um sein neues iPhone 12 unterm Weihnachtsbaum fürchten.

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Fortnite bald wieder auf iOS

Apple und Epic Games, die Macher von Fortnite, liefern sich seit Wochen einen Streit vor Gericht. Apple wirft Epic den Missbrauch von App-Store-Regeln vor, Epic kritisiert Apples angebliche Monopolstellung und die "hohen" Provisionen. Konsequenz: Fortnite war aus dem App Store verbannt worden. Erst Mitte nächsten Jahres dürften US-Gerichte endgültig entscheiden, ob Apple oder Epic Recht bekommt. Doch jetzt gibt es neue Hoffnung für Fortnite-Spieler, die immer gern auf iOS gezockt haben: Das Unternehmen Nvidia plant, seinen Dienst Game-Streaming "GeForce NOW" auch auf iOS anzubieten.

Apple zeigt sich zwar bei der Zulassung von Spiele-Streaming sehr restriktiv, aber Nvidia trickst Cupertino mit einem Umweg aus: Statt eine App-Store-App anzubieten, werden Spiele über eine Safari-Web-App gestreamt. Damit haben iPhone- und iPad-Besitzer die Möglichkeit, auf alle Fortnite-Inhalte zuzugreifen. Die offizielle Ankündigung von Nvidia steht zwar noch aus, aber schon im Dezember soll der Startschuss für den iOS-Umweg erfolgen – so erhalten Fortnite-Zocker zu Weihnachten das schönste Geschenk...

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Post & Paket App: Deutsche Post bündelt Services

 

Bisher gilt die Paket-App von DHL als erste Wahl, um eingehende und versendete Pakete zu tracken. Nebenher betreibt die Post aber auch die Apps Post mobil und Packstation Kompakt. Ein ziemliches Durcheinander für Kunden – dachte sich auch die DHL und bereitet derzeit den Start der neuen „Post & Paket App“ vor. Eine erste Info-Seite zur neuen Anwendung wurde bereits geschaltet und inzwischen wieder vom Netz genommen. Da war wohl ein Techniker voreilig!

Details wurden aber bereits entdeckt. Prima: Mit der künftigen Bundle-App lassen sich nicht nur Briefe und Pakete verfolgen, sondern auch Brief- und Paketmarken kaufen, Filialen inklusive Öffnungszeiten aufrufen, Briefkästen-Standorte, Packstationen und Paketboxen suchen. Zusätzlich spendieren die Entwickler der App eine Füllstandsanzeige für Packstationen und eine Routenführung. Etwas überraschend: In der neuen App kann nur noch mit PayPal bezahlt werden. Die App Post mobil wird dann bis Ende dieses Jahres aus den App Stores entfernt. Ebenfalls wichtig: Das Handyporto wird durch die neue „Mobile Briefmarke“ ersetzt. Bisher kann über eine SMS bezahlt werden, dieses System wird auch nicht mehr von der neuen Bundle-App unterstützt. Die mobile Briefkarte wird im Gegenzug zum normalen Basispreis ohne Aufschlag angeboten. Die neue "Post & Paket"-App wird aller Voraussicht nach noch in diesem Monat zum Download verfügbar sein.

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Diät-Drohne filmt in 4K

Drohnen werden immer kleiner, leichter – und damit unsichtbarer. Bestes Beispiel für diesen Trend: die neue Mini 2 des bekannten Herstellers DJI. Codename: Diät-Drohne. Das Spielzeug misst im gefalteten Zustand nur 138 x 81 x 58 Millimeter und wiegt gerade mal 250 Gramm. Technisch ist die DJI Mini 2 das Gegenteil eines Leichtgewichts: Die 12 Megapixel-Kamera löst mit 4K und 30 Bildern pro Sekunde auf, Full HD ist an Bord. Genauso die neue

OcuSync 2.0-Technolgie. Sie ersetzt die WLAN-Anbindung des Vorgängermodells und garantiert laut DJI "eine stabile, weitreichende und zuverlässige Verbindung zwischen Drohne und Fernsteuerung". Die Drohne absolviert mühelos 10 Kilometer bei einer Flugzeit von rund 30 Minuten. Bis zu Windstärke 5 kommt die neue DJI sicher an. Weitere Highlights sind u.a. QuickShots für programmierte Bewegungen und Bildaufnahmemodi, Aufwärts- und Rückwärts-Modus mit Motiv-Verfolgung durch die Kamera bei einer Höhenbegrenzung bis zu 120 Fuß sowie ein Bumerang-Modus, bei dem die Drohne "auf einer bumerang-ähnlichen ovalen Flugbahn um das Motiv kreist und das Video an der gleichen Stelle startet und stoppt". Weitere Pluspunkte zum Preis von 448 Euro: Panoramabilder-Aufnahmen, Multi-Shot mit 26 Aufnahmen für ein Bild, 180-Grad-Landschaftsaufnahmen, Weitwinkel für Breitbilder und zeitgesteuerte Aufnahmen. Die Premium-Version DJI Mini 2 Fly More Combo ist für 584 Euro erhältlich.

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E-Motorrad mit Tempo-Weltrekord

Max Biaggi hat sechsmal den Titel als Motorrad-Weltmeister gewonnen. Dies hier war sein irrstes Rennen: Mit dem via Trockeneis gekühlten E-Motorrad Voxan Wattman hat der erfahrene Pilot einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord aufgestellt, berichtet Golem. Auf einem französischen Flugplatz drehte Biaggi bis zur Marke von 408 km/h auf. Ein ultimativer neuer Bestwert. Zuvor war der Japaner Ryuju Tsuruta mit 329 km/h der Schnellste (2019 auf der Mobitec EV-02A). Ausgestattet war Biaggis Geschoss mit 425 PS. Er war fliegend gestartet und hatte für seinen Tempo-Rekord eine Strecke von 1,6 Kilometern absolvieren müssen. Überhaupt war Biaggi in Rekordlaune, er knackte auf dem Airport sechs Bestmarken. Besonders beachtlich: Aus dem Stand knallte er mit 126,2 km/h ohne E-Motorrad-Verkleidung los.

Damit wünsche ich ein rasantes Wochenende. Bis Montag bei TechTäglich.

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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