Anzeige

Technik-Kolumne
TechTäglich: OnePlus 8 – besser und teurer denn je

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit dem neuen Top-Smartphone aus China und mit der neuen Tagesschau-App.

Text: W&V Redaktion

15. April 2020

Die Technik-Kolumne von W&V - heute mit dem neuen Top-Smartphone aus China und mit der neuen Tagesschau-App.
Anzeige

OnePlus 8: Besser und teurer denn je

Top-Technik zum erstaunlich günstigen Preis – das war in den letzten Jahren das Erfolgsrezept des chinesischen Smartphone-Startups OnePlus. Beim neuen OnePlus 8 und der Top-Variante 8 Pro, die jetzt präsentiert wurden, trifft das nicht mehr ganz zu. Denn die neuen China-Flaggschiffe sind zwar technisch exzellent und dürften dem verhalten gestarteten Samsung Galaxy S20 mächtig zusetzen. Doch Preisbrecher ist OnePlus zumindest bei seinen Top-Smartphones keiner mehr. Denn das günstigste Modell des 8 startet bei 699 Euro. Beim 8 Pro geht es (nur in Schwarz) mit 899 Euro los. Die Top-Variante mit 12 statt 8 GB Arbeitsspeicher und den Farboptionen Glacial Green und Ultramarine Blue testet mit 999 Euro erstmals die magische 1.000-Euro-Marke.

Das sind Preise auf Galaxy-S20-Niveau – während ein vergleichbares iPhone 11 Pro mit 256 GB und aktuell rund 1.270 Euro immer noch deutlich teurer ist. Fürs viele Geld gibt es die derzeit wohl beste verfügbare Technik. Die AMOLED-Bildschirme mit 6,55 Zoll und 6,78 Zoll (Pro) unterstützen HDR10+. Das 120-Hz-Display des 8 Pro soll die bisher flüssigste Bilddarstellung eines Smartphones bieten. Auf der Vorderseite beeinträchtigen nur kleine Kamera-Löcher den praktisch randlosen Bildschirm. Auf den Rückseiten kommen Dreifach- bzw. Vierfach-Kameras mit bis zu 48 Megapixeln zum Einsatz. Die neue vierte Linse beim 8 Pro bietet eine Farbfilterkamera mit Infrarot, deren Farbeffekte aber eher eine Spielerei sind. 5G-Mobilfunk ist erstmals bei allen Modellen Standard. Die neue drahtlose Ladetechnik Warp Charge soll den Akku innerhalb einer halben Stunde zur Hälfte füllen. OnePlus 8 und 8 Pro erscheinen am 21. April.

OnePlus 8 Pro – die China-Alternative zu Samsung und Apple.

Apple: iPhone 12 wird zum Mini-iPad

Trotz Corona bleibt Apples Produktfahrplan für 2021 nach wie vor weitgehend unverändert. Das will zumindest das US-Wirtschaftsmagazin Bloomberg erfahren haben. Demnach steht das neue Einsteiger-iPhone SE, das ab etwa 500 Euro zu haben ist, unmittelbar vor dem Start. Es bietet die schnelle und aktuelle Technik des iPhone 11 – allerdings im nicht mehr ganz zeitgemäßen Gehäuse des iPhone 8 mit Home-Knopf. Im Herbst erscheint dann das neue iPhone 12 – erstmals mit 5G-Mobilfunk, und erstmals in vier Varianten. Die Standard-Versionen sollen 5,4 und 6,1 Zoll groß sein. Dazu kommt das iPhone 12 Pro mit 6,1 und 6,7 Zoll – dessen eckigeres Gehäuse an eine verkleinerte Variante des aktuellen iPad Pro oder auch an das bis heute beliebte Design des iPhone 4 erinnert. Die umstrittene Kamera-Aussparung "Notch" soll erstmals schrumpfen.

Die Präsentation des iPhone 12 plant Apple offenbar wie gewohnt im September, die Stückzahlen könnten wegen Corona zunächst aber relativ gering sein. Ebenfalls neu sind zwei Varianten des Smart-Lautsprechers HomePod, darunter eine um die Hälfte verkleinerte und günstigere Version. Der HomePod 2 soll erstmals auch andere Streamingdienste als Apple Music unterstützen. Ein völlig neues Produkt hat Apple in einem Software-Update versehentlich schon selbst ausgeplaudert: Die AirTags sind kleine Etiketten, die sich an Schlüsselbund oder Geldbörse befestigen lassen, um verlorene Gegenstände per Bluetooth wiederzufinden.

Liebling, wir haben das iPad Pro geschrumpft! So könnte das iPhone 12 aussehen.

Neu: Büro-Geräusche im Home Office

Die lieben Kollegen und der Krach, den sie veranstalten. Wer Tag für Tag im Büro sitzt – dem können sie mächtig auf die Nerven fallen. Doch jetzt, im stillen Home Office, fehlt die vertraute Geräuschkulisse irgendwie. Die Website iMissTheOffice der Berliner Agentur Kids Creative Agency sorgt für Abhilfe. Denn sie liefert quasi "Bürosound to go", und bringt die gewohnte Klangkulisse nach Hause.

Per Klick lassen sich ratternde Drucker, hektisches Tastaturtippen, klingelnde Telefone, schmatzende Kollegen und vieles mehr einzeln einschalten und zum ganz persönlichen Büro-Mix kombinieren. Sogar die Zahl der anwesenden Mitarbeiter ist von 1 bis 10 einstellbar. "Schließe die Augen und stell Dir vor, Du bist im Büro. Wunderbar, oder?", überschreiben die Berliner ihren kleinen, feinen Corona-Gag. Das Beste daran: Mit einem einzigen Klick auf die Pause-Taste lassen sich die Kollegen auch wieder stummschalten – was im echten Büro leider nicht hinhaut.

Büro to go – die Berliner Website iMissTheOffice bringt den gewohnten Klangteppich nach Hause.

Tagesschau-App: Alles neu in Version 3.0

Der Bedarf nach Nachrichten ist hoch wie selten. Und vor allem die Tagesschau verzeichnet seit Wochen Top-Einschaltquoten. So gesehen kommt der Relaunch der Tagesschau-App für iOS und Android genau zur richtigen Zeit. In Version 3.0 haben die Hamburger Nachrichten-Macher die Gratis-App komplett überarbeitet. Neu ist die klare Unterteilung in die Bereiche „Top“ und „News“. „Top“ präsentiert ausgewählte Meldungen in einer Art Story-Modus mit umfassenden Infos zu den einzelnen Themen. „News“ konzentriert sich dagegen ganz auf die aktuelle Nachrichtenlage. Hier kann der Nutzer Kategorien wie „Inland, „Ausland“, „Börse“, „Sport“ oder „Wetter“ auswählen und auch nach Meldungen aus seiner eigenen Region suchen.

Über das Videosymbol lassen sich die letzten Ausgaben von Tagesschau und Tagesthemen oder der Livestream aufrufen. Für die schnelle Info gibt es weiterhin die „Tagesschau in 100 Sekunden“. Erstmals ist auch der augenschonende Dunkelmodus von iOS 13 verfügbar. Erst Ende März hatte das ZDF seine neue Nachrichten-App ZDFheute für iOS und Android gestartet, die die bisherige App heute.de ersetzt hat. In der Rubrik „Nachrichten“ des App Stores für iOS liegt aktuell ZDFheute auf Platz zwei und die Tagesschau auf Platz drei – beide geschlagen nur von Spitzenreiter Twitter.

Alles neu bei der Tagesschau-App – hoffentlich bald mit besseren Nachrichten in Sachen Corona.

Fortnite verschiebt neue Saison auf Juni

Ob das Coronavirus auch schon auf der Fortnite-Insel ausgebrochen ist, weiß niemand. Auf jeden Fall kommt auch das erfolgreichste Actionspiel der letzten Jahre nicht ungeschoren davon. Entwickler Epic Games hat jetzt den Start der nächsten Saison von „Fortnite Battle Royale“ um einen Monat verschoben. Auf der offiziellen Fortnite-Website nennt Epic die Details: „Wir verlängern Kapitel 2 – Saison 2 von Fortnite über das ursprünglich angesetzte Datum vom 30. April hinaus. Wir planen derzeit, dass Kapitel 2 – Saison 3 am 4. Juni beginnen wird.“

Bis dahin wollen die Amerikaner die Fortnite-Zocker mit „neuen Gameplay-Optionen, neuen Herausforderungen, Bonus-EP und vielen weiteren Überraschungen“ bei Laune halten. Einen Grund für die Verschiebung nennt Epic nicht. The Verge spekuliert über Verzögerungen bei der Entwicklung, weil auch die Fortnite-Programmierer und Grafiker zuhause im Home Office sitzen. Zudem ist „Fortnite Battle Royale“ als E-Sport derzeit völlig zum Erliegen gekommen, nachdem Epic Anfang März sämtliche der hochbezahlten Wettkämpfe abgesagt hatte. Die Umstände für den Start einer neuen Saison wären momentan also denkbar ungünstig.

Schlechte Nachrichten für Fortnite-Fans: Der Goldesel bekommt vorerst keine neue Saison.


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

Anzeige