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Tech-Kolumne
TechTäglich: Sonos mit großer Produkt-Offensive

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit der großen Produkt-Offensive von Sonos und 550 Wörtern von Tim Cook gegen Rassismus.

Text: W&V Redaktion

5. Juni 2020

TechTäglich . die Tech-Kolumne von W&V.
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Sonos mit großer Produkt-Offensive

Multiroom-Spezialist erneuert sich – mit einer großen Produkt-Offensive. Dabei ist die neue Dolby-Atmos-Soundbar "Arc" das Prunkstück. W&V konnte den XXL-Nachfolger der erfolgreichen Sonos-Soundbars Playbar und Playbase schon vorab testen.

Sonos versteht die "Arc" als All-in-Lösung für TV, Streaming und Musik – und hier kommt die neue Soundbar der Idealvorstellung auch dank der hauseigenen TruePlay-Technik und intelligenten Umgebungs-Presets wirklich nah. Abgesehen davon, dass der "Arc" ein wenig die Anschlussvielfalt fehlt, lässt der Klang keine Wünsche offen: Elf digitale Verstärker der Klasse D powern den Sound.

Acht elliptische Tieftöner sind für die Wiedergabe mittlerer Sprachfrequenzen und für satten Bass da – und drei gewinkelte Kalottenhochtöner für Höhenfrequenzen und Dialoge. Außerdem sind vier Fernfeld-Mikrofone, die für die Positionsbestimmung von Audioquellen verantwortlich sind, integriert. Hinzu kommt eine hervorragende Mehrkanal-Echounterdrückung, sodass der Sprachassistent (wahlweise Amazon Alexa oder Google Assistant) nach der Aktivierung ganz einfach antworten kann.

Das Tuning wird dabei immer mit allen Speakern des Heimkino-Systems gemeinsam abgestimmt. Die Sonos Arc bietet kraftvollen 3D Sound für Dolby Atmos Surround Speaker – und das ist nach dem Anschließen am TV via HDMI auch direkt bemerkbar. Ihr akustisches Design mit gewölbter 270-Grad-Front und 11 Lautsprechern sorgt für eine ultrabreite Klangbühne und differenzierten, nie schwammigen Bass. Montiert wird die Soundbar an der Wand (davon raten wir ab) oder sie wird direkt vor dem Fernseher positioniert (besser aufgrund der nach oben gerichteten Sounds). Mit 899 Euro (in Weiß oder Schwarz) ist die "Arc" kein Schnäppchen, aber ohne wirkliche Schwächen.  

Alternative für Musik-Freunde: Der neue Sonos Five Speaker, der das Modell Play:5 ersetzt. Unterschied: ein schnellerer Prozessor und ein verbessertes WLAN-Modul. Hier bietet sich Multiroom mit zwei Sonos Five – wahlweise in Schwarz oder Weiß – im Verbund an (hier vorbestellbar für je 579 Euro, Auslieferung ab 10. Juni).  

Ergänzt wird das Line-up durch den neuen Tieftöner Sonos Sub, ein Subwoofer, der noch mehr Bass auf die Platte bringt. Ebenfalls in Schwarz und Weiß verfügbar, ist die 799-Euro-Investition nur eine Ergänzung für Menschen, die ihre Nachbarn verstören wollen – erst recht bei einer Kopplung mit der "Five" oder der "Arc".

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Dezent veränderter Look: Der Sonos Five ersetzt die Sonos Play:5 und bietet mehr Rechenleistung sowie mehr Speicherplatz

550 Wörter von Tim Cook gegen Rassismus

Im Namen von Apple hat sich CEO Tim Cook in einer offiziellen öffentlichen Erklärung zum Tod von George Floyd und den Folgen für die Gesellschaft geäußert. Anfang der Woche hatte Cook bereits ein internes Memo an seine Mitarbeiter verfasst. Jetzt wendet er sich in einer kraftvollen 550-Wörter-Rede als erster CEO unter den US-Tech-Riesen direkt an die Öffentlichkeit. Kernbotschaft: Apple verpflichte sich der Vielfalt und arbeite daran, "die Welt zum Besseren zu verändern". Dabei wählte Cook auch ein Zitat des ermordeten US-Bürgerrechtlers Martin Luther King: Dieser habe die Menschen gefordert, sich "der Herausforderung des Wandels zu stellen. Mit jedem Atemzug müssen wir uns dazu verpflichten, Veränderung zu bewirken und eine bessere, gerechtere Welt für alle zu schaffen."

Die wichtigsten Auszüge aus Cooks Erklärung: "Um zusammen zu stehen, müssen wir uns füreinander einsetzen und die Angst, den Schmerz und die Empörung erkennen, die zu Recht durch die sinnlose Ermordung von George Floyd und eine viel längere Geschichte des Rassismus hervorgerufen werden. Diese schmerzhafte Vergangenheit ist bis heute präsent – nicht nur in Form von Gewalt, sondern auch in der alltäglichen Erfahrung tief verwurzelter Diskriminierung. Wir sehen es in unserer Strafjustiz, in der unverhältnismäßigen Zahl von Krankheiten in den schwarzen und braunen Gemeinden, in den Ungleichheiten bei den Nachbarschaftsdiensten und in der Bildung, die unsere Kinder erhalten. Wir können keine Gesellschaft erreichen, die es wert ist, gefeiert zu werden, wenn wir nicht jedem Menschen, der diesem Land seine Liebe, Arbeit und sein Leben schenkt, die Freiheit von Angst garantieren können.

Bei Apple war und ist es unsere Mission, Technologien zu entwickeln, die es den Menschen ermöglichen, die Welt zum Besseren zu verändern. Wir haben immer Kraft aus der Vielfalt gezogen, Menschen aus allen Lebensbereichen in unseren Geschäften auf der ganzen Welt willkommen geheißen und uns bemüht, eine Firma Apple zu gestalten, die alle einbezieht.

Aber wir müssen mehr tun. Wir verpflichten uns, unsere Arbeit fortzusetzen, um kritische Ressourcen und Technologien in unterversorgte Schulsysteme zu bringen. Wir verpflichten uns, die Kräfte der Umwelt-Ungerechtigkeit – wie den Klimawandel – weiter zu bekämpfen, die schwarzen Gemeinschaften und anderen farbige Gemeinschaften überproportional schaden. Wir verpflichten uns, nach innen zu schauen und Fortschritte bei Inklusion und Vielfalt voranzutreiben, damit jede großartige Idee gehört werden kann. Und wir spenden an Organisationen wie die Equal Justice Initiative, die gegen Rassenungerechtigkeit vorgeht."

Tim Cook predigt in einer offiziellen Apple-Erklärung Vielfalt, Antirassismus und den Willen, die Welt zum Besseren zu verändern.

 

Signal schützt friedliche Demonstranten

Der Messenger Signal steht immer noch im Schatten von WhatsApp und Telegram – obwohl er seine Chats besonders stark verschlüsselt. Nach der Tötung von George Floyd will Signal jetzt mit einem neuen Feature weiter punkten, das TheNextWeb entdeckt hat: Gesichter lassen sich mit der neuen "Blur"-Funktion automatisch verwischen. Das macht in Zeiten von Polizeigewalt in den USA Sinn. In den sozialen Medien werden gerade viele Fotos von friedlichen Protestmärschen geteilt. Spekuliert wird, dass die US-Polizeibehörde die Aufnahmen nutzt, um Personen zu identifizieren bzw. später festzunehmen.

Signal will mit der "Blur"-Funktion ein Tool liefern, das die Strafverfolger hindert, unbescholtene Protestler ausfindig zu machen. Die verwischten Bilder können nicht nur in Signal verwendet werden. Sie lassen sich auf anderen Plattformen ebenfalls teilen. Die Funktion verwendet die Gesichtserkennung, um Gesichter automatisch zu verwischen. Ist ein Gesicht noch zu erkennen, stellt Signal ein Unschärfe-Tool bereit, um die Bilder manuell nachzubearbeiten. Anschließend lassen sich mit entsprechenden Tools auch die Standort-Daten löschen.

Friedlich demonstrieren und in sozialen Medien kein Gesicht zeigen – Signal macht es möglich.

Aldi im iPhone-Rausch

Ältere Modelle vom Discounter – Aldi fährt mit iPhone-Verkaufs-Aktionen so gut, dass ab sofort gleich vier verschiedene iPhone-Oldies zwischen Wurst und Käse zum Verkauf liegen. Neben dem iPhone 7 gibt es auch iPhone 6, iPhone 6S und iPhone 6S Plus. Dabei handelt es sich um zertifizierte Modelle. Techniker haben die Geräte durchgesehen und defekte Teile ersetzt. Das iPhone 6S ist die interessanteste Kauf-Option und in der Basisversion mit 64 GB Speicher ausgestattet. Preis: 199,95 Euro. 128 GB kosten 229,95 Euro. Im Preisvergleich ein Schnapper: Bei idealo gehen solche Geräte im Schnitt für 330 Euro über den Tisch.

Anders sieht es beim iPhone 6 aus. Das Gerät hat nur 16 GB Speicher, ein Witz in heutigen Zeiten. 159,95 Euro, die man besser spart. Alternative: das iPhone 6S Plus. Aldi verlangt nur 279,95 Euro für das Modell mit 128 GB. Im Netz liegt der Schnitt bei knapp 400 Euro. Das iPhone 7, so gesehen das neueste der vier Angebote, muss bei 128 GB mit 349 Euro bezahlt werden. Im Netz finden sich schon Angebote um 300 Euro. Finger weg! Dann bei Aldi lieber zum 6S oder 6S Plus greifen.

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Viraler Video-Hit: "Pfeilschnelle Fußball-Fans"

 Heute startet die Bundesliga mit der Partie Freiburg – Gladbach in den 30. Spieltag. DAZN und Amazon Prime Video übertragen live. Die Partie, in der die Borussia ihren Champions-League-Platz sichern will, findet erneut ohne Zuschauer statt. In Zeiten von Corona wünschen sich viele Fans, endlich wieder in die Stadien gehen zu können. Kein Wunder, dass aktuell ein witziges Video des Portals „Football from the Stands“ viral geht. Annähernd 200.000 Zuseher haben es bereits geliked. Motto: Das Runde muss ins Eckige – aber es geht nicht ohne pfeilschnelle Zuschauer.

Damit wünsche ich ein ausgepfeilt gutes Wochenende – bis Montag bei TechTäglich!

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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