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TechTäglich
Track track hurra? Neue Teile von Tile

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit neuen Trackern von Tile.

Text: W&V Redaktion

13. Oktober 2021

Die neue Kollektion der Tile-Tracker kommt ab 25 Euro in den Handel.
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Apples AirTags gelten als coolste Tracker zum Auffinden von Schlüsseln, AirPods, Rucksäcken, Schlüsseln und mehr. Dabei war die Firma Tile mit ähnlichen Gerätefindern schon 2012 auf dem Markt. Jetzt gibt's die Tile-chen-Beschleunigung: Das Unternehmen hat moderne aktualisierte Tracker seiner Modelle Pro, Mate, Slim und Sticker vorgestellt.

Dabei wurde die Bluetooth-Reichweite deutlich ausgebaut. So liegt die Reichweite der Modelle Mate und Slim jetzt bei 76 statt 61 Meter. Dank IP67 ist der Mate jetzt auch vor Wasser und Staub geschützt. Außerdem klingelt er bei Verlust deutlich lauter als das Vorgänger-Modell. Mate ist handlicher als das Modell Slim. Letzteres ist für die Geldbörse gedacht und so groß wie eine Kreditkarte.

Besonders klein ist das Sticker-Modell zum Aufkleben auf Fernbedienungen und andere Kleingeräte. Es punktet jetzt mit 76 statt 46 Meter Reichweite.

Tile setzt auf Bluetooth und Fernortung und sendet einen Ton aus, wenn sich der Nutzer in Reichweite befindet. Man kann in der Tile-App aber nur das Gerät einkreisen, nicht genau per Richtungsangabe lokalisieren (wie die AirTags). Das soll erst das Modell Ultra schaffen (kommt 2022).

Praktisch: Jedes Tile hat einen QR-Code. Der Finder scannt ihn mit dem Smartphone und weiß sofort, wer der Besitzer ist, falls dieser zuvor seine Daten eingetragen hat. 

Track track hurra? Es gibt auch Kritikpunkte: Wird einer Person unbemerkt ein Tile in die Tasche gesteckt, um sie oder ihn zu stalken, merkt der Verfolgte dies bisher nicht. Erst ab 2022 will Tile eine Warn-Funktion einbauen, wenn ein unbekannter Tracker in der Nähe ist.

Die Preise für die neuen Tiles beginnen bei 25 Euro (Mate). Der Sticker kostet 30 Euro. Pro und Slim sind jeweils 5 Euro teurer.

Der Tester von Golem kritisiert nach ersten Vorab-Checks besonders die Batterie-Politik: "Ehrlich gesagt: Wir können überhaupt nicht nachvollziehen, weshalb wir ein technisches Gerät nach einer gewissen Zeit wegschmeißen sollten, anstatt einfach eine neue Batterie einlegen zu können." Im Gesamtzeugnis fallen seine Eindrücke allerdings gemischt aus: "Die Fernortung funktioniert mit den neuen Tile-Trackern so gut wie bei den vorigen Modellen: Irgendwann wurden unsere als verloren gemeldeten Tracker gefunden, bis dahin kann allerdings einige Zeit verstreichen. Bei Apples Airtags geht das wesentlich schneller, weil einfach mehr Geräte zum Aufspüren verfügbar sind."

Die neuen Tiles seien besonders für Android-User mit Samsung-Smartphones geeignet. Apple-Kunden sollten eher auf die AirTags setzen – aufgrund "der wesentlich besseren Fernortung".

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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