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Twitter verschärft Regeln vor der US-Präsidentenwahl

Damit Twitter nicht für die US-Wahl missbraucht wird, hat das soziale Netzwerk seine Regeln für Retweets bis zum Ende der US-Wahl verschärft. Falschinformationen werden deutlicher gekennzeichnet.

Text: W&V Redaktion

12. Oktober 2020

Labels für Falschinformationen und keine Verkündung des Wahlsiegs vor der offiziellen Bestätigung: Twitter verschärft seine Regeln vor der US-Wahl.
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Twitter kündigte eine ganze Reihe an neuen Regeln an, um ein Missbrauch des sozialen Netzwerks bei der US-Präsidentenwahl am 3. November zu verhindern. Demnach fordert Twitter jeden Nutzer vom 20. Oktober an bis mindestens zum Ende der Wahlwoche in den USA, Beiträge nicht zu retweeten, ohne einen eigenen Kommentar hinzuzufügen. Diese Zitat-Tweets sollen alle dazu ermutigen, eigene Gedanken, Reaktionen und Sichtweisen zu ergänzen.

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Kennzeichnung von Falschinformationen

Um den Missbrauch von Twitter bei den US-Wahlen stärker zu verhindern, wird die Verkündigung eines Wahlsiegs vor der offiziellen Bestätigung mit einem Hinweis versehen, der auf die eigene Wahlseite von Twitter führt. Das Unternehmen plant, alle Tweets zu entfernen, die den "Wahlverlauf und dessen Ergebnis stören" zu entfernen.

Zusätzlich werden Tweets, die Falschinformationen enthalten könnten, gekennzeichnet. Erst nach der Bestätigung einer Warnung werden sie für Nutzer sichtbar. Es wird auch nicht möglich sein, diese gekennzeichneten Tweets zu retweeten, kommentieren oder zu teilen. Von dieser Regel sind alle Konten von US-Politikern - auch die von Donald Trump und Joe Biden - betroffen sowie Konten in den USA, die mehr als 100.000 Follower haben.

Außerdem wird Twitter die Konto-Empfehlungen deaktivieren, damit Nutzer nicht mehr so oft Tweets von Menschen erhalten, denen sie nicht folgen. Diese neuen Regelungen werden nach eigenen Angaben von Twitter eine entscheidende Rolle spielen beim Schutz der US-Wahlen. Das Unternehmen engagiert auch Teams für die Überwachung der Plattform und für eine schnellere Reaktion in der Wahlnacht.

Auch Facebook hat angekündigt, Anzeigen die das US-Wahlverfahren stören, zu verbieten und erlaubt auch keine politische Werbung.


Autor: Nadia Riaz

volontierte bei W&V und Kontakter, war anschließend Redakteurin bei LEAD, wo sie ihre Begeisterung für Digital- und Tech-Themen entdeckte. Nadia hat München für Hamburg ausgetauscht und schreibt jetzt als freie Autorin für W&V am liebsten über Blockchain und KI.

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