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Neues Feature
Twitter will die Gesprächskultur verbessern

Nutzer des Kurznachrichtendiensts bekommen mehr Kontrolle über die eigenen Tweets: Neben dem Feature "Replies ausblenden" sind weitere Kontrollfunktionen in Arbeit. Ziel ist es, die Konversation angenehmer zu gestalten.

Text: W&V Redaktion

22. November 2019

Wenn ihm zu viel gezwitschert wird, kann der User fremde Kommentare in seiner Timeline ausblenden.
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Damit die Konversation auf Social Media nicht entgleist, stellt Twitter nun die Funktion "Replies ausblenden" weltweit bereit. Darüber sollen Nutzer mehr Kontrolle über ihre Timeline und Gespräche erhalten, die sie selbst angefangen haben.

Die Funktion wurde bereits getestet - und hat sich als nützlich erwiesen, um Gespräche auf dem Kurznachrichtendienst besser zu managen. Die Testphase hat gezeigt, dass Nutzer oft die Antworten ausblenden, die sie für irrelevant, unbedeutend oder störend halten. Mit 85 Prozent verwendet das Gros der Nutzer, die Replies ausblenden, keine Block- oder Mute-Funktion.

Ebenfalls interessant: Im Testmarkt Kanada haben 27 Prozent der User, die ihre Tweets verborgen haben, bekundet, künftig ihre Interaktion mit anderen zu überdenken. Die Funktion "Replies ausblenden" wird weltweit auf iOS, Android, Twitter Lite und twitter.com eingeführt. 

Weitere Gesprächsregeln sind in Arbeit

So funktioniert es: Jeder Nutzer hat die Möglichkeit, Replies auf seine Tweets auszublenden. Gleichzeitig kann jeder Nutzer die ausgeblendeten Replies sehen und auf diese reagieren, indem er auf das graue Symbol tippt, das auf den Tweets erscheint. So haben alle Nutzer mehr Kontrolle über die Konversationen, die sie auf Twitter starten - und alle anderen haben immer noch die Möglichkeit, das gesamte Gespräch zu sehen.

An neuen Kontrolloptionen und Regeln für die Konversation arbeitet Twitter auch in Zukunft. Geplant ist ein neuer Endpoint für ausgeblendete Replies, damit Entwickler zusätzliche Tools für das Management von Gesprächen entwickeln können.


Autor: Irmela Schwab

ist Autorin bei W&V. Die studierte Germanistin interessiert sich besonders dafür, wie digitale Technologien Marketing und Medien verändern. Dazu reist sie regelmäßig in die USA und ist auf Events wie South by Southwest oder der CES anzutreffen. Zur Entspannung macht sie Yoga und geht an der Isar und in den Bergen spazieren.

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