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Studie
Unternehmen schöpfen ihre Tech-Investitionen nicht aus

Eine neue Studie von Accenture zeigt: Auch wenn alle Unternehmen inzwischen Technologie-Unternehmen sind, erreicht die Mehrheit nicht den vollen Wert, den ihre Technologie-Investitionen erzielen könnten.

Text: W&V Redaktion

22. Januar 2020

Die Studie zeigt, wie man neue Technologien voll ausschöpft.
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Die Mehrheit der deutschen CEOs hat ein großes Vertrauen in die Effektivität ihrer IT-Systeme hat - trotzdem ist das Wachstum begrenzt. Eine neue Studie der Unternehmensberatung Accenture untersucht, ob die Unternehmen ihre Investitionen überhaupt voll ausschöpfen - oder ob sie zwar die richtigen Technologien haben, diese aber falsch anwenden.

Ergebnis: Nur zehn Prozent der Unternehmen treffen optimale Entscheidungen hinsichtlich ihrer Technologieinvestitionen und -einführung. Genauso wenige können den vollen Wert dieser Investitionen realisieren. Auf der anderen Seite glaubt aber ein Großteil (80 Prozent) der CEOs, bereits über die richtigen Technologien zu verfügen, um Innovationen in großem Maßstab durchzuführen. Zudem gaben 70 Prozent der Befragten an, über die Investitionen in Innovationen innerhalb ihres Unternehmens sehr gut informiert zu sein. Eine Lücke, die teuer werden kann, denn Unternehmen, die in die Skalierung von Technologie-Innovationen investieren, erzielen mehr als doppelt so hohe Umsatzwachstumsraten.

Wie diese Innovations-Erfolgslücke gemindert werden kann, zeigt die Studie in einem Fahrplan auf und hat dafür mit dem "PATHS-Ansatz" fünf Schlüsselfaktoren identifiziert, die die besten zehn Prozent der Unternehmen vom Rest unterscheiden:

Progress: Der Umfang der Implementierung neuer Technologien, um Geschäftsprozesse im gesamten Unternehmen weiterzuentwickeln. Beispielsweise werden Cloud-Technologien und KI eingesetzt, um die Effektivität mehrerer Geschäftsprozesse zu erhöhen, anstatt in Silos zu arbeiten.

Adaptation: Die Gewährleistung, dass IT-Systeme sich anpassen und auf veränderte Marktbedingungen reagieren können, mithilfe von Maßnahmen wie dem Entkoppeln von Altsystemen und der Nutzung von Cloud-Diensten als Katalysator für Innovationen.

Timing: Die Einhaltung einer geeigneten Abfolge sowie Fahrpläne für den Einsatz neuer Technologien. Dies beginnt damit, grundlegende Technologien zu identifizieren und deren Implementierung mit Blick auf ihre unternehmensweiten Auswirkungen zu priorisieren.

Human+Machine: Der Einsatz von Technologien, um Mitarbeiter zu unterstützen, die Arbeit attraktiver zu gestalten und gleichzeitig Effizienzgewinne zu erzielen. Dies könnte Schulungen mit entsprechenden Technologien umfassen, die personalisiert und experimentell für die Arbeit mit Technologien der Zukunft zugeschnitten sind.

Strategy: Das aktive Ausrichten der Geschäfts- und IT-Strategie sowie das Zusammenwirken von Technologieinvestitionen, um Chancen besser nutzen zu können.

Die Studie bewertet Unternehmen anhand von drei Dimensionen Technologieeinführung, Tiefe der Technologieeinführung sowie organisatorische und kulturelle Bereitschaft zur Technologieeinführung.  Im Rahmen der globalen Studie wurden mehr als 8.300 Unternehmen in 20 Ländern und 885 CEOs zu der Einführung sowohl ausgereifter als auch neuer Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI), Cloud, Blockchain und Extended Reality befragt. Hier gibt es den weitere Ergebnisse und Grafiken.


Autor: Julia Gundelach

ist im Specials-Team der W&V und schreibt daher jede Woche über ein neues spannendes Marketing-Thema. Dem Verlag ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002.

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