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Echelon
Verwirrung um Amazon-Einstieg in den Fitness-Markt

Das Fitness-Startup Echelon hat Anfang der Woche ein "Prime Bike" auf den Markt gebracht. In Kooperation mit Amazon, wie es hieß. Die Peloton-Aktie gab nach. Inzwischen gibt es einen Verkaufsstopp.

Text: W&V Redaktion

23. September 2020

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Die Nachricht ließ aufhorchen: Amazon steige ins lukrative Geschäft mit vernetzter Home-Fitness ein. Zusammen mit dem Peloton-Konkurrenten Echelon wolle Amazon ein Spinning-Bike nur für Prime-Kunden auf den Markt bringen - und das zum Kampfpreis von 499 US-Dollar. Zum Vergleich: Für das Original von Peloton müssen Fitness-Fans fast 1.500 US-Dollar mehr auf den Tisch legen.

Obwohl das Bike keinen Monitor habe, könnten Nutzer über eine App von Echelon via Tablet auf Hunderte Fitness-Kurse zugreifen. Prime-Kunden erhielten die Mitgliedschaft, die sonst 34,99 US-Dollar pro Monat kostet, einen Monat lang umsonst. So lautete die Ankündigung von Echelon.

In den USA konnte man das "Prime Bike" bereits online bestellen. Die Börse reagierte: Der Aktienkurs von Peloton, der dank des Home-Fitness-Booms zuletzt stark zugelegt hatte, gab nach der Ankündigung um vier Prozent nach.

Amazon forderte einen Verkaufsstopp des Produkts

Wenig später kam dann aber diese überraschende Reaktion von Amazon: Es gebe überhaupt keine Kooperation mit Echelon. Amazon forderte einen sofortigen Verkaufsstopp des Produkts. Seitdem ist das "Prime Bike" tatsächlich nicht mehr zu haben.

Was man in diesem Zusammenhang wissen muss: Zuvor hatte schon Walmart mit dem Startup zusammen ein eigenes Spinning-Bike auf den Markt gebracht. Darüber hinaus hatte Peloton Echelon bereits 2019 verklagt - wegen des Verkaufs billiger Copycats. Doch nicht nur deswegen wirft dieser beispiellose Vorgang rund um das angebliche "Prime Bike" viele Fragen auf.

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Autor: W&V Redaktion

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