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E-Commerce
Von Eier bis Obst: Deutsche bestellen häufiger Lebensmittel im Netz

Von April bis Juni gaben die Verbraucher im interaktiven Handel 17,964 Milliarden Euro aus. Lebensmittel und Drogeriewaren wachsen dabei am stärksten.

Text: W&V Redaktion

16. Juli 2019

Der Onlinehandel garantiere schon heute die Grundversorgung, heißt es von Seiten des BEVH.
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Noch vor ein paar Jahren war es fast unvorstellbar, Butter und Brot im Internet zu kaufen. Doch heute machen das immer mehr Deutsche. Laut der Verbraucherstudie „Interaktiver Handel in Deutschland“ des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland BEVH wachsen im Internet vertriebene Lebensmittel und Drogeriewaren derzeit am stärksten.

Das Gesamtvolumen des Warengruppe-Cluster "Täglicher Bedarf" ist nach der Studie um 14,2 Prozent auf 1,249 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer Euro gestiegen. „Die aktuellen Zahlen unterstreichen, dass der Online- und Versandhandel heute schon die Grundversorgung gemeinsam mit seinen belastbaren und effizienten Zustellpartnern sichert“, sagt BEVH-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. „Diese Chance sollte die Bundesregierung stärker nutzen, um Teilhabe auch an Kultur- oder Gesundheitsleistungen in strukturschwächeren Regionen zu unterstützen.“

Insgesamt gaben die Verbraucher von April bis Juni 2019 im Online-Handel 17,363 Milliarden Euro aus. Der Online-Handel hat somit einen Anteil von 96,7 Prozent am Gesamtumsatz des Interaktiven Handels. Zusammengenommen sind es 17,964 Milliarden Euro mit der Umsatzsteuer. Im Jahr zuvor waren es mit 16,369 Milliarden Euro etwas weniger. In der Verbraucherbefragung werden von Januar bis Dezember 40000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter ab 14 Jahren zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen befragt.

Prognose: E-Commerce soll 2019 70 Milliarden Euro-Marke knacken

Bei den Online-Marktplätzen rückten die Multichannel-Versandhandel im zweiten Quartal zwar weiterhin den Online-Marktplätzen von Unterhaltung bis Bekleidung nach - doch in absoluten Zahlen kaufen die Deutschen immer mehr online ein. Die Kategorie Multichannel mit E-Commerce-Anbietern aus dem stationären Einzelhandel und Katalog-Versandhandel wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 11,0 Prozent und erreichte einen Umsatz von 6,215 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer. Darunter verzeichneten die Versender mit Herkunft aus dem stationären Geschäft ein Plus von 5,9 Prozent und wuchsen auf 2,691 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer. Mit einem weiteren Wachstum von 13,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Umsatz von 8,020 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer besetzten die Online-Marktplätze wieder fast die Hälfte des Gesamtumsatzes.
 
Der E-Commerce-Umsatz wird nach Einschätzung des BEVH 2019 die 70 Milliarden Euro-Marke überspringen und um 10,5 Prozent auf knapp unter 72 Milliarden Euro brutto liegen. Für den Gesamtmarkt des Interaktiven Handels rechnet der BEVH mit einem Wachstum von 8,6 Prozent auf rund 73,95 Milliarden Euro brutto.

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