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TechTäglich
„Wie 100 Teslas“: Erstes selbstfahrendes E-Frachtschiff

Heute in TechTäglich: Die Besatzung wird überflüssig. Mit der "Yara Birkeland" wurde in Norwegen das erste selbstfahrende E-Schiff vorgestellt. Die Akku-Pakete entsprechen 100 Tesla-Batterien.

Text: W&V Redaktion

24. November 2021

Leinen los! Das erste E-Schiff ist vom Stapel gelaufen.
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Ahoi! In Norwegen hat das erste selbstfahrende vollelektronische Schiff der Welt seine Jungfernfahrt absolviert. Die "Yara Birkeland" ist 80 Meter lang und kann mit bis zu 120 Containern beladen werden. Das Schiff wird zunächst Düngemittel von der Fabrik zum nächsten großen norwegischen Hafen transportieren.

Künftig soll das 3200-Tonnen-Schiff autonom – also ohne Besatzung – unterwegs sein. Kontrolliert wird es dann über eine Zentrale an Land in der Küstenstadt Horten. Bis dahin gibt es ein provisorisches Steuerhaus. Später wird es abgebaut und durch Kameras, Sensoren und ein Radar ersetzt.

Die Betreiber der Firma Yara, einem Düngemittelproduzenten, geben an, dass 1000 Tonnen CO2 pro Jahr im Vergleich mit LKWs eingespart werden. Das entspricht 40.000 dieselbetriebenen LKW-Fahrten. Yara-CEO Svein Tore Holsether: "Es gibt viele Orte auf der Welt mit überlasteten Straßen, die von einer Hightech-Lösung wie dieser profitieren werden."

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Auch die Kapitäne werden entlastet. "Ein Großteil der Unfälle auf Schiffen ist auf menschliches Versagen zurückzuführen, zum Beispiel auf Ermüdung", erklärte Projektleiter Jostein Braaten.

Der Akku des E-Frachters besteht aus acht Paketen und hat eine Speicherkapazität von 6800 mWh. Soviel können 100 Teslas aufnehmen. 

Betankt wird die "Yara Birkeland“ mit Strom aus Wasserkraft. Die Motoren schaffen eine Leistung von je 3200 kW. Das Schiff wird eine Geschwindigkeit von bis zu 24,07 km/h erreichen.  

Auch in Deutschland wird an selbstfahrenden Booten gearbeitet – bisher ohne Erfolg.

Das sind die weiteren Themen von TechTäglich am 24. November 2021:


Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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