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TechTäglich
Windows per Stream für jedes Endgerät

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit Windows auf jedem Endgerät und Tindern bei Spotify.

 

Text: W&V Redaktion

16. Juli 2021

So wirbt Microsoft für seinen neuen Cloudstreaming-Dienst Windows 365.
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Windows per Stream für jedes Endgerät

Ab 2. August bringt Microsoft sein Windows-Betriebssystem via Web-Browser ohne Installation auf jedes Endgerät, also auch auf Macs und iPads: "Streamen Sie Ihre Windows-Umgebung sicher aus der Microsoft Cloud auf ein beliebiges Gerät – einschließlich Apps, Inhalten und Einstellungen."

Windows 365 ist cloudbasiert und zum Start zunächst für Unternehmens- und Geschäfts-Kunden verfügbar. Der Dienst läuft dann mit Windows 10, später mit Windows 11. Eine Lösung für Privatanwender ist für die Zukunft geplant.

So funktioniert es: Windows 365 erstellt eine virtuelle Cloud-Session, die über Edge, Chrome oder Safari bzw. Android und Linux abgerufen werden kann. Auf diese Art läuft bereits auch Microsofts Xbox-Service. Vorteil für Nutzer: Es kommt nicht mehr auf die Hardware an, eine schnelle Internet-Verbindung reicht.

Der PC in der Cloud verfügt über bis zu 16 Gigabyte RAM und bis zu 512 Gigabyte Speicher. Das Booten entfällt. Alle bekannten Windows-Anwendungen sind sofort nutzbar. Die Zero-Trust-Architektur soll den Dienst vor unbefugten Zugriffen schützen. 

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Bei Spotify wird jetzt getindert

Die Dating-App Tinder funktioniert auch deshalb so gut, weil sie einfach zu bedienen ist. Das Konzept versteht jeder Nutzer nach drei Sekunden: nach links wischen, nach rechts wischen, fertig. Die Macher der cleveren App Discz Music machen sich die Wischgesten von Tinder zu eigen und möbeln damit Spotify-Premium-Abos auf.

Das kostenlose Discz Music wird zunächst mit dem Spotify-Abo verknüpft. Danach erstellen Sie neue Playlisten mittels der von Tinder bekannten Swipe-Geste. Die Song-Angebote werden kurz angespielt. Nach links gewischt, fliegt der Song raus. Nach rechts gewischt, wandert der Song in die Discz-Playlist auf Spotify.

Discz Music tindert dabei mit einer Liste von Künstlern, die Sie selber vorgeben können, oder Sie ziehen die von Spotify angebotenen Playlists zurate und entscheiden hier Song für Song, ob er brauchbar ist oder nicht. Mit Extra-Filtern lässt sich die Song-Auswahl verfeinern. Die iPhone-iPad-App ist kostenlos im App Store erhältlich.

Mit einem Wisch ist alles weg bei Discz und Spotify.

Paris Hilton brutzelt jetzt für Netflix

Die großen Zuwächse bei Abos bleiben aus. Mit neuen Programm-Ideen will Netflix wieder mehr Kunden gewinnen. Der Schlachtplan gegen die Krise wird auf zwei Feldern geführt: beim Kochen und beim Zocken.

Gerüchte gab es schon länger, nun bewahrheiten sie sich in einem neuen Bloomberg-Report: Netflix will künftig auch Games anbieten. Spätestens in zwölf Monaten sollen auf der Plattform neben Serien, Filmen und Dokus auch Spiele streamen. Mit Mike Verdu hat Netflix soeben einen hochrangigen Manager des Spielepublishers Electronic Arts verpflichtet. Er soll den Spieledienst als Netflix Vice President of Game Development anschieben. Zuvor hatte Verdu seine Expertise bei Facebook eingebracht und gemeinsam mit Entwicklern Spiele für die Oculus VR-Headsets produziert. 

Netflix würde im Gaming-Bereich unter anderem mit Apple Arcade konkurrieren. Dieser Dienst war im März 2019 erstmals präsentiert und im September 2019 für iOS, iPadOS, macOS und tvOS eingeführt worden. User zahlen für die Spiele-Flatrate monatlich 4,99 Euro. Derzeit sind über 180 Spiele offline über Apple Arcade streambar.

Auch mit anderen Mitteln will Netflix die Konkurrenz abkochen. So wurde It-Girl Paris Hilton für eine neue und besondere Koch-Show verpflichtet. Am Herd soll Paris auch andere Show-Größen empfangen. Sie selbst sei keine große Köchin, heißt es. Vielmehr werde sie vor der Kamera ihre Kochkünste verbessern. Gebrutzelt wird ab 4. August in sechs 30-minütigen Episoden. 2020 hat Paris auf YouTube schon mal vorgekocht, es gab Lasagne:

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Mercedes macht Tanken günstiger

Keine Sorge, W&V mutiert nicht zum Preisvergleichsportal. Da aber viele unserer Leser mit dem Auto unterwegs sind, verweisen wir heute gern auf einen App-Spartipp. Bis 6. August können Nutzer der Bertha-Tank-App, hinter der die Mercedes-Benz-AG steht, 8 Cent pro Liter sparen.

Das Sparvolumen fürs komplette Jahr liegt bei 35 Euro. Wer kontaktlos aus dem Auto heraus mit der Bertha-App bezahlt, erhält den Tank-Rabatt. Die Betreiber weisen darauf hin, dass bei dieser App-Aktion keine Shell-Stationen teilnehmen. Die passenden Tankstellen finden Sie in der Bertha-App (gekennzeichnet mit dem Euro-Symbol) oder über den Filter der Anwendung. Geben Sie hier Bertha Pay ein, dann erscheint eine Liste. 

Auch sonst ist die Bertha-App bei Autofahrern sehr beliebt. Ihre generelle Aufgabe, die preiswerteste Tankstelle in der Nähe zu finden, erledigt sie täglich mühelos mit wenigen Klicks. Die Anwendung steht für iOS und für Android kostenlos in den jeweiligen Stores bereit.

Mit diesem Aktionslogo wirbt die Bertha-App für die Tank-Rabatte.

Erste Frau auf dem NBA-2K-Cover

Novum in der Spielebranche: Candace Parker ist die erste weibliche Basketballerin, die es auf das Cover des beliebten Game-Franchise NBA 2K geschafft hat. Die Spielerin von Chicago Sky schmückt die "WNBA 25th Anniversary Edition", die am 10. September für die Konsolen PS5, PS4, Nintendo Switch, PC und Xbox erscheinen wird.

Seit drei Jahren ist die WNBA-Frauen-Spielklasse Teil von NBA 2K. Neben der Jubiläums-Edition gibt es auch eine Standard-Version. Hier ziert Luka Doncic von den Dallas Mavericks das Cover. 

Dass sie als erste Frau auf der Verpackung zu sehen ist, macht Parker sehr stolz. Die mehrfach ausgezeichnete Sportlerin verriet dem TV-Sender ESPN: "Ich bin als Videospiel-Fanatikerin aufgewachsen. Das ging so weit, dass meine Brüder mir einen gefälschten Controller gaben, als ich jünger war, so dass ich dachte, dass ich spiele, was ich aber nicht tat. Alles, was ich wollte, war so zu sein wie sie. Wenn man als Kind aufwächst, träumt man davon, einen eigenen Basketball-Schuh zu haben, und man träumt davon, in einem Videospiel zu sein."

Damit wünsche ich ein sportliches Wochenende. Ab Montag setzt hier wieder der Kollege Jörg Heinrich zum großen Wurf an.

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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