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TechTäglich
YouTube künftig mit Elternaufsicht

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit der Elternaufsicht bei YouTube und der PS4 Pro zum Knallerpreis im Aldi-Regal.

Text: W&V Redaktion

25. Februar 2021

Eltern und Kids können gemeinsam den Content auf YouTube filtern und besprechen.
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YouTube künftig mit Elternaufsicht

Die Video-Plattform YouTube hat mit der "Elternaufsicht" ein neues Werkzeug vorgestellt. Die zum Google-Konzern gehörende Plattform will damit das Surfen von Kindern und Jugendlichen besser schützen – unter besonderer Beachtung der Privatsphäre und einer sicheren Online-Umgebung. Die "Elternaufsicht" wird ab Mitte März – zunächst als Beta-Version – in YouTube integriert. Für Kinder unter acht Jahren hält YouTube weiterhin YouTube Kids (hier für iOS, hier für Android) bereit. Was genau ist die "Elternaufsicht"? Das spezielle Google-Konto ermöglicht es Eltern, den Zugriff ihrer Kinder (Zielgruppe 9 bis 13 Jahre) auf YouTube zu reglementieren. Hier lassen sich sowohl Inhalte und Funktionen einschränken. Ausgewählte Familien werden „Elternaufsicht“ testen und bewerten. Die Reaktionen und die Verbesserungsvorschläge lassen die YouTube-Entwickler dann später in die Alpha-Version einfließen.

Sinnvoller Inhalte-Filter: Die Auswahlmöglichkeiten für Eltern werden ausgebaut.

Homeschooling 2.0 – und es geht doch!

 

Bei der Digitalisierung im Bildungsbereich hat die Politik große Defizite zu verantworten. Die Pandemie hat die Wunden offengelegt: viele Schulen ohne WLAN, ohne moderne Computer oder Tablets und bei der Technik überforderte Lehrer. Schulen monieren, dass die Gelder zum Digitalausbau nur mittels komplizierter Formulare beim Bund zu beantragen sind. Eigeninitiative ist also gefragt. Das Hessische Fernsehen hat dazu eine interessante Doku gedreht, die ab sofort auf der HR-Website bereitsteht und am 7. März ab 18.30 Uhr auch linear ausgestrahlt wird. In dem Beitrag demonstriert die Richtsberg-Schule in Marburg, dass der Unterricht sehr wohl digital organisiert werden kann.

Alle 640 Schüler besitzen ein eigenes iPad. Die Tablets sind ferngesteuert: Die Lehrer entscheiden, welche Apps genutzt werden – jede Anwendung ist möglich. Warum in Marburg so hervorragend funktioniert, was in weiten Teilen Deutschlands noch scheitert? Thomas C. Ferber, der die integrierte Gesamtschule leitet, hatte schon vor der Pandemie auf Digitalisierung gesetzt und nicht auf (noch immer fehlende) Gelder der Landesregierung gewartet. Mit Spenden aus der Wirtschaft sorgte Ferber mit seinem Team für hervorragendes WLAN, iPads für jedes Kind und eigene Schul-Software. Alles basiert auf dem Konzept "PerLenWerk" (Personalisierte Lernumgebung mit Werkstätten). Dabei wird das Lernangebot für Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen 5 und 6 personalisiert. Klassen gibt es nicht, auch keinen Stundenplan. Die Aufgaben werden selbstständig auf dem iPad erledigt. Bemerkenswert: Der Standort der Schule ist ein Stadtteil, in dem viele Hartz-IV-Empfänger und Menschen mit Migrationshintergrund leben. Und doch, erklärt Ferber eindrucksvoll in der Doku, haben alle 640 Richtsberg-Schüler auch in Coronazeiten "eine Chance für eine Schule der Zukunft".

Beim Thema Homeschooling ist Eigeninitiative gefragt.

So soll Samsungs AR-Brille aussehen

Nicht nur Apple, sondern auch Samsung arbeitet aktuell an einer eigenen AR-Brille. Auf der CES 2020 hatten die Südkoreaner bereits eine recht einfach gehaltene Schutzbrille für Bildprojektionen präsentiert. Doch die XL-Version kommt erst noch! Bisher hat noch kein Leaker entsprechende Fotos veröffentlicht, wie die Geräte aussehen. Umso spannender: Auf Twitter wurden jetzt gleich zwei Videos veröffentlicht, die Konzepte der Samsung Glasses zeigen. Dabei wird die Brille als Produktivitäts-Tool vorgestellt. Sie soll nicht nur bei Games, sondern auch zum Arbeiten und für Holo-Style-Videokonferenzen zum Einsatz kommen. Auch cool: ein Abblend-Sonnenbrillen-Modus und die Option, die Brille per Smartwatch zu steuern. Offenbar basieren Samsungs Entwürfe nicht auf der hauseigenen Tizen-Software-Plattform, sondern auf Android. Ein Verkaufsdatum, die Specs und vor allem der Preis stehen derzeit noch in den Sternen. Die Konzepte erinnern jedoch stark an Microsoft Holo Lens. Die Videos machen Lust auf eine entsprechende offizielle Ankündigung.

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PS4 Pro zum Knallerpreis im Aldi-Regal  

Zocken beim Discounter: Bei Aldi Nord wird seit Mitternacht ein PS4 Pro Bundle mit Spielen günstiger verkauft. Der Deal gilt bis 20. März. Auch wenn inzwischen die PlayStation 5 offiziell seit November 2020 auf dem Markt ist (aber schwer zu finden), gilt der Vorgänger weiterhin als klare Kaufempfehlung. Der Discounter schnürt ein Paket aus der PS4 Pro mit 1 TB Festplatte, Controller, Headset und drei beliebten Spielen: Gran Turismo Sport, Horizon Zero Dawn und Marvel Spider-Man. Die Aktion gilt nur online. Das Bundle kostet gerade mal 379 Euro. Ein echter Dumpingpreis: Im Internet-Preisvergleich kostet die PS4 Pro allein schon rund 400 Euro, die Games addieren sich entsprechend. Versandkosten fallen nicht an. GT-Sport-Fans sollten noch wissen, dass Gran Turismo 7, für 2021 angekündigt, aufgrund der Covid-19-Pandemie von Sony ins Jahr 2022 verschoben werden musste. Immerhin hatte Sony gestern für positive Stimmung in der PS-Community gesorgt, als ein PS-VR-Headset, wenn auch noch ohne Preisschild und Starttermin, angekündigt wurde.

Drei Spiele und die Konsole verkauft Aldi ab heute zum günstigen Bundle-Preis.

Das erste digitale Saxophon im Video

Das E-Saxophon ist da. Instrumentenbauer Yamaha hat das ungewöhnliche YDS-150 präsentiert. Das Design ist möglichst nahe an einem "echten" Saxophon gehalten, damit keine große Umgewöhnung notwendig ist. Das Gerät verfügt auch über einen Kopfhörer-Anschluss, Atem-Sensor und weitere Features: "Mit der Lautstärkeregelung über einen Bereich von fünfzehn Stufen können Sie frei spielen, ohne sich um Ort oder Zeit kümmern zu müssen. Das Instrument kann nachts leise gespielt werden. Mit einem Kopfhörer können Sie einen Umgebungshall anwenden." Digitale Saxophon-Spieler können aus 73 Klängen wählen, inklusive Sopran, Alt, Tenor und Bariton. 20 voreingestellte Sounds lassen sich über die dazugehörige Compagnion-App individuell anpassen. Das dazugehörige Video, unten angehängt, zeigt einen direkten Vergleich zwischen dem YDS-150 und einem "echten" Saxophon. Der UVP des Instruments, das das taktile Gefühl eines akustischen Saxophons reproduzieren kann, liegt bei 899 Euro.

Damit wünsche ich einen PHONtastischen Donnerstag, bis morgen bei TechTäglich.

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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