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Onlinegespräche
Zum Muttertag streicht Zoom die 40-Minuten-Grenze

Das ist eine ungewöhnliche Kooperation: Dove und Zoom haben sich zusammengetan, damit jeder an diesem Wochenende nach Lust und Laune mit seiner Mutter sprechen kann. Ohne Zeitlimit.

Text: W&V Redaktion

8. Mai 2020

Schönes Idee: Am Wochenende unbegrenzt mit den Liebsten reden.
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Der Videokonferenz-Anbieter Zoom arbeitet an seinem Image: Gestern verkündete er, dass er zumindest für zahlende Kunden eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einführen will, heute hat er ein Special zum Muttertag für seine User. Gemeinsam mit der Hautpflegemarke Dove fördert Zoom den ungebremsten Austausch via Videocall zwischen Eltern und Kindern, die sich aus Vorsicht vielleicht doch nicht besuchen können oder wollen.

Das Zeitlimit von 40 Minuten wird ab 7 Uhr (EST) am 9. Mai aufgehoben. Diese Regelung gilt genau zwei Tage. Nach europäischer Uhrzeit startet die Aktion am Samstag um 13 Uhr. Die zusätzliche Zeit wird ohne weiteres Zutun bei jedem Zoom-Meeting gewährt, also auch mehrmals.

Begleitet wird die Aktion durch Social Media, etwa den Twitter-Kanälen von Dove and Zoom mit den Hashtags #ZoomWithMom und #CareIsBeautiful.

Zoom arbeitet an der Komplett-Verschlüsselung

Um die Sicherheit der Kommunikation zu erhöhen, übernimmt Zoom die Firma Keybase wegen ihres Krypto-Know-Hows. In naher Zukunft sollen zahlende Zoom-Kunden die Möglichkeit bekommen, ihre Videokonferenzen mit sogenannter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu schützen, wie Firmenchef Eric Yuan ankündigte.

Bei dem Verfahren haben grundsätzlich nur die Gesprächsteilnehmer Zugriff auf die unverschlüsselten Daten - aber nicht der Plattform-Betreiber. Aktuell sind die Videokonferenzen zwar auch verschlüsselt, aber bei Zoom auf den Servern liegen auch die Schlüssel, zum Beispiel, um die Einwahl per Telefonanruf zu ermöglichen.

Entsprechend wird es bei Videokonferenzen mit Ende-zu-Ende-Schutz Einschränkungen geben, wie Zoom betonte. So werde man nicht per Telefonanruf teilnehmen können.

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Zoom kauft Keybase

Zoom war eigentlich für den Einsatz in Unternehmen gedacht, in der Corona-Krise explodierte aber die Nutzung durch Privatleute sowie für Sportkurse, Gottesdienste oder Bildung. Vor kurzem übersprang Zoom die 300 Millionen-Marke. Dabei wurden auch einige Sicherheitsmängel deutlich und Experten kritisierten, dass Zoom keine Komplett-Verschlüsselung anbietet.

am/mit dpa

Wie man ans neueste Zoom-Update kommt, zeigt dieses Video:

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Alles zur Coronakrise lesen Sie hier in unserem Liveblog:

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Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt". 

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