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Marketing im Mittelstand
3 Strategien, wie Firmen Digital-Mitarbeiter finden

Gerade der Mittelstand kämpft darum, geeignete Fachkräfte an sich zu binden. Dabei müssen die noch nicht mal im eigenen Haus sitzen. Es gibt auch andere, sinnvolle Varianten.

Text: W&V Redaktion

22. Januar 2019

KMU greifen noch eher selten auf Freelancer zurück
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Mittelständische Unternehmen befinden sich auf dem direkten Wege in die Digitalisierung. Doch was bedeutet Digitalisierung überhaupt? Kurz gesagt: Es ist die Umwandlung manueller Prozesse in digitale Prozesse, mit dem Hintergrund, Kosten und Zeit zu sparen und tiefere Einblicke in Strukturen, Konsumentenverhalten und Lieferketten zu bekommen. Dafür braucht es die entsprechenden Technologien, Softwarelösungen, Organisationsstrukturen und  - nicht zuletzt - Fachkräfte.

Doch woher kommen eigentlich die IT-Experten? Besonders kleine Mittelständler verfügen in der Regel über keine eigene IT-Abteilung. Und selbst wenn es eine IT-Abteilung gibt, dann bedeutet ein Großprojekt wie die Digitalisierung einzelner Abteilungen, Prozesse oder gar des gesamten Unternehmens so viel mehr Manpower, dass die Abteilung das neben ihrem Tagesgeschäft nicht allein stemmen kann. Die Lösung dafür kann je nach Bedarf unterschiedlich ausfallen. In manchen Fällen mag eine externe Agentur die richtige Lösung sein, manchmal aber auch freie Mitarbeiter. Oder die Firma stockt ihre IT-Abteilung um fest angestellte Mitarbeiter auf.

Wir beleuchten für Sie alle drei Ansätze.

Lösungsansatz 1: fest angestellte Mitarbeiter

Pro:

  • Mitarbeiter identifizieren sich mit dem Unternehmen und der Aufgabe
  • Langfristige Projekte sind so besser zu bedienen
  • Teamwork funktioniert besser
  • Muss nicht immer neu eingelernt werden

Kontra:

  • Für verschiedene Projekte und Aufgaben braucht es verschiedene Mitarbeiter oder Generalisten
  • Dadurch könnte das Problem entstehen, dass sie sich in einzelne Projekte weniger tief hineinarbeiten können
  • Keine Flexibilität beim Einsatz von Personal

Lösungsansatz 2: Beratungsfirma oder Agentur

Pro:

  • In der Regel ist eine Rundumbetreuung möglich
  • Kompetente Beratung bei strategischen Fragen
  • Eine längere Begleitung und Einsatz bei verschiedenen Projekten sind möglich und von der Agentur in der Regel auch angestrebt
  • Erfahrung

Kontra:

  • Kostspielige Lösung
  • Die Auswahl eines geeigneten Dienstleisters ist sehr aufwendig
  • Gute Agenturen interessieren sich erst ab einem gewissen Umsatz für ein Projekt

Lösungsansatz 3: freie Mitarbeiter

Pro:

  • Konkretes Wissen für konkrete Aufgaben einkaufbar
  • Auch für kleine Projekte buchbar
  • Keine langfristige Bindung notwendig
  • Flexible Personalplanung möglich
  • Frischer Wind und neues Wissen kommen so ins Unternehmen

Kontra:

  • Gutes Wissen ist gerade im Bereich der IT oft teuer
  • Know-how des Freelancers ist vorher nicht in der Praxis prüfbar ("Katze im Sack")
  • Kompetente Führung der Freelancer ist nötig, was Zeit und Manpower braucht
  • Unternehmen muss sehr genau wissen, wie es welche Problemstellungen mit welchen Mitteln angehen will
  • Gefahr der Scheinselbstständigkeit, wenn keine rechtliche Grundlage geschaffen wurde, daher genaue Absicherung und Information nötig

Und woher kommen die Fachkräfte?

Egal, für welchen Ansatz sich das Unternehmen entscheidet: Noch sind die qualifizierten Kräfte nicht gefunden. Der Personaldienstleister Gulp fand in einer Umfrage heraus, dass 41 Prozent der Mittelständler dabei mit ihren Kontakten aus Netzwerken zusammenarbeiten. Kein Wunder, kann man sich hier schließlich auf persönliche Erfahrungen und Empfehlungen verlassen. 32 Prozent verlassen sich auf Empfehlungen von Bekannten, 29 Prozent kommen über Businessnetzwerke an Fachkräfte.

Noch beschäftigt der Mittelstand meistens fest angestellte Mitarbeiter; lediglich 34 Prozent der von Gulp befragten KMU haben schon einmal einen Freiberufler aus dem Bereich IT engagiert. Und auch vor Agenturen schrecken viele zurück. Doch der Fachkräftemangel vor allem im Bereich IT und Informatik wird über kurz oder lang dazu führen, über neue und flexible Arbeitsmodelle nachdenken zu müssen.

Mehr Infos zum Thema Mittelstand gefällig? Am 2. April macht die W&V MAKE in Hamburg Station. Lernen Sie, wie Sie als Mittelständler die Stärken Ihres Unternehmens zum Markenkern machen und für die Kommunikation verwenden können.

Übrigens: Am 4. Juli findet die W&V MAKE in Düsseldorf statt, am 26. November in München. Seien Sie dabei!

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