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Gastbeitrag
Corporate Design: Sechs Tipps für Unternehmen

Corporate Design ist das Aushängeschild eines Unternehmens. Ein einheitliches Erscheinungsbild stärkt die Marke. Kommunikationsdesignerin Nina Hons gibt sechs Sicherheitshinweise für gute Gestaltung.

Text: W&V Redaktion

31. Januar 2019

Sicherheitshinweise für gute Gestaltung: Nina Hons hat sechs Tipps für Unternehmen.
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Sicherheit wollen fast alle. Sie ist nicht so sexy wie die Freiheit, aber man will auch nicht darauf verzichten. Auch für den Bereich Gestaltung hilft es, sich an die wichtigsten "Sicherheitshinweise" zu halten, um für ein einheitliches Corporate Design zu sorgen.

Die sechs Sicherheitshinweise für gute Gestaltung

    1. Lassen Sie Ihr Logo nie unbeaufsichtigt!
      Das Logo ist die Basis des Corporate Designs. Dieses sollte Ihnen, sofern Sie die Nutzungsrechte haben, in mehreren Dateiformaten vorliegen. Die wichtigste Datei ist ein EPS, dieses Format lässt sich beliebig verkleinern und vergrößern. Ein JPG können Sie vielleicht auf Ihrem Computer öffnen, liefert im schlimmsten Fall aber ein schlechtes Druckergebnis.
    2. Nutzen Sie weniger Schriften!
      Die von Ihrer Agentur definierten Schriften sollten Sie kennen und diese auch im weiteren Schriftverkehr und in Publikationen nutzen. In diesem Zusammenhang sollte erwähnt werden, dass die Schriftgestaltung, insbesondere 3-D-Effekte und Schatten, in Word und CorelDraw ein grafisches No-Go ist.
    3. Nehmen Sie es bei den Farben genau!
      Die Farbwerte des Logos sollten Sie ebenfalls kennen und an externe Dienstleister wie Druckereien weitergeben. Für den Druck werden CYMK-Werte (eventuell mit Sonderfarben von Pantone und HKS), für die digitalen Medien RGB-Werte oder die Hexadezimalzahl (gekennzeichnet mit #) und für die Werbetechnik meist RAL- oder Folienfarben verwendet. "Pi mal Daumen" sollte keine Lösung sein.
    4. Kennen Sie die Auflösung Ihrer Bilder!
      Bilder und Fotos im Computer haben eine Bildauflösung. Diese wird in dpi (dots per inch) gemessen. Für die digitale Bilderstellung, wie bei Websites, beträgt sie 72 dpi und bei Drucksachen meistens 300 dpi (Ausnahmen sind extreme Größen). Ein Bild, das auf einer Webseite gut aussieht, wird in der Auflösung für einen Druck nicht ausreichen und gerastert erscheinen.
    5. Laden Sie keine Bilder aus dem Internet herunter!
      Nur Bilder und Illustrationen, von denen Sie oder die Agentur die Bildrechte gekauft haben, dürfen in eigenen Unterlagen verwendet werden. Sowohl im Druck als auch auf einer Webseite. Eine Zuwiderhandlung kann sehr teuer werden, denn die Bildagenturen haben Recherchetools, um diese Bilder in Websites aufzuspüren. Und das ist kein Märchen.
    6. Last but not least: Beauftragen Sie eine professionelle Agentur!
      Die Chance, dass die Schwester des Cousins der besten Freundin auch ohne Ausbildung gestalten kann, ist verschwindend gering. Ein Beispiel aus einer anderen Branche: Bitten Sie Ihren Zahnarzt, Ihrem Sohn den Bohrer zu reichen, sodass er sich um Ihre Zahnwurzelentzündung selber kümmern kann, da er zu Hause so geschickt die Bilder aufhängt?

Kommunikationsdesignerin Nina Hons

Über die Autorin: Die Kommunikationsdesignerin Nina Hons (44) beendete ihr Studium am Art Center College of Design in der Schweiz und den USA und stellte danach ihre Karriereleiter in bekannten Agenturen in Düsseldorf auf, um für Kunden wie Toyota, Sony und die Telekom federführend schöne Sachen zu gestalten. Sie heiratete, wurde Mutter zweier Jungs und zog sich kurzzeitig aus dem Agenturleben zurück. Seit 2011 führt Nina Hons ihre eigene Designagentur M100 Design Studio und unterrichtet am IN.D Düsseldorf Typografie.

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