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Marketing im Mittelstand
Digitalisierung: Hier steckt das meiste Potenzial drin

Viele Vorhaben stocken, weil ganz pragmatische Dinge in den Unternehmen nicht geklärt sind. Beispielsweise: Wo fange ich eigentlich mit der Digitalisierung an?

Text: W&V Redaktion

29. Januar 2019

Der Mittelstand hat noch Digitalisierungsbedarf
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Es gibt die einen, die behaupten, viele mittelständische Unternehmen seien Vorreiter in Sachen Digitalisierung. Und dann gibt es Studien, die zu einem ganz gegensätzlichen Ergebnis kommen und behaupten, der Mittelstand verschlafe die Digitalisierung. Laut einer Bitkom-Studie haben inzwischen vier von fünf Unternehmen eine Strategie für Digitalisierung. Doch nur ein Viertel der befragten Firmen investiert tatsächlich in digitale Geschäftsmodelle.

Bemerkenswert ist: Besonders die kleineren Unternehmen sehen sich als Nachzügler bei diesem Thema. Bei den größeren Unternehmen ist es genau andersherum, wie die Studie zeigt.

Der Mittelstand sieht sich eher als Nachzügler bei der Digitalisierung

77 Prozent der Kleinunternehmer bis 100 Mitarbeiter haben im Jahr 2018 nicht in die Digitalisierung investiert. Eine erschreckende Zahl, denn die Konkurrenz aus dem Netz schläft nicht.

Vor allem die Kleinunternehmer investieren nicht

Viele Unternehmen überfordert die Digitalisierung. Neben fehlendem Geld ist oft die Zeit das Problem. Und dazu kommt Orientierungslosigkeit: Wo mit der Digitalisierung beginnen? Es muss nicht immer von Anfang an eine ganzheitliche Digitalisierungsstrategie sein – für kleine Unternehmen kann es manchmal einfacher sein, einfach auszuprobieren und loszulegen. Das gilt vor allem für die Bereiche, für die keine teure neue Software gekauft werden muss. Doch aufgepasst: Nach den ersten Versuchen, wenn Sie das Thema ernsthaft angehen, sollten Sie sich eine Digitalisierungsstrategie zulegen. Denn sonst entsteht Abteilung für Abteilung ein digitales Eigenleben. Und am Ende sind die vielen Ansätze miteinander nicht mehr kompatibel. Daher: Erstellen Sie einen Plan. Und dann probieren Sie sich aus und kommen nach dieser Testphase zu einem Entschluss, was für Sie sinnvoll ist und was nicht. Danach braucht es Zeit und Geld. Digitalisierung funktioniert nicht nebenbei.

Hier steckt beispielsweise Digitalisierungspotenzial drin:

Kundenservice:

Egal ob B-to-B oder B-to-C, jedes noch so kleine Unternehmen hat mit Kunden und Lieferanten zu tun. Und die gilt es mit gutem Service bei Laune zu halten, denn nur treue Kunden verschaffen den mittelständischen Unternehmen ein solides Umsatzfundament. Zumal kleine, inhabergeführte Firmen preislich selten mit internationalen Großkonzernen mithalten können. Guter Service ist da ein hervorragendes Alleinstellungsmerkmal. 

Guter Service fängt beim Thema Schnelligkeit an. Eine Nachricht via Facebook oder Whatsapp ist schneller geschrieben als ein Fax oder ein Brief. Doch wer sich die Mühe macht zu schreiben, der erwartet auch eine Antwort. Und je schneller die kommt, desto besser. Und das ist digital deutlich besser zu lösen als noch auf dem altmodischen Weg.

Kommunikation:

Es beginnt schon mit einer guten Homepage, an der es oft mangelt. Viele KMU haben noch nicht einmal eine eigene Internetpräsenz. Von einer mobilen Version davon ganz zu schweigen. Und auch eine Präsenz in den sozialen Medien kann die Visitenkarte des Unternehmens verschönern. Wer sichtbar ist, macht auf sich aufmerksam, und der wiederum bekommt Aufträge. Noch dient die Präsenz in den sozialen Netzwerken der Kommunikation mit den Kunden (siehe oben).

Daten:

Wer seine Daten miteinander verknüpft, hat die Nase vorn. Jedes Unternehmen sammelt bereits heute viele Daten. Sie alle miteinander zu verknüpfen kann dazu führen, den Kunden besser zu verstehen und zielgerichteter ansprechen zu können. Doch das Thema Big Data geht kein Unternehmen von heute auf morgen an. Denn: Es braucht ein funktionierendes CRM, mit dem alle Daten erfasst und ausgewertet werden können. Und es braucht die entsprechende Manpower.

Betriebsabläufe:

Betriebsabläufe zu digitalisieren ist mehr als sinnvoll. Egal, ob es um Dokumente geht, an denen unterschiedliche Leute von verschiedenen Standorten aus arbeiten können, oder ob Sie die Fertigung Ihrer Produkte digitalisieren – das alles spart am Ende Zeit und damit Geld. Allerdings: Hierfür brauchen Sie einen genauen Plan. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie empfiehlt einen Plan in fünf Schritten, um genau zu analysieren, wo Digitalisierungsbedarf herrscht und wie das Thema umzusetzen ist.

Mehr Infos zum Thema Mittelstand gefällig? Am 2. April 2019 macht die W&V MAKE in Hamburg Station. Lernen Sie, wie Sie als Mittelständler die Stärken Ihres Unternehmens zum Markenkern machen und für die Kommunikation verwenden können.

Übrigens: Am 4. Juli findet die W&V MAKE in Düsseldorf statt, am 26. November in München. Seien Sie dabei!

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