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Süßwaren
Genuss in Rosa: Heilemann launcht Ruby-Schokolade

Als erster deutscher Hersteller verarbeitet und verkauft die Heilemann Confiserie die rosafarbene Ruby-Schokolade. Eine große Chance für den Mittelständler. 

Text: W&V Redaktion

29. Januar 2019

Keine Farbstoffe, keine Fruchtpürees.Die Ruby-Schokolade wird aus einer besonderen Kakaosorte hergestellt.
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Gut ein Jahr ist es her, da hat der Schokoladenhersteller Barry Callebaut mit der Ruby-Schokolade Aufsehen erregt. Die rosafarbene Schokolade ist die vierte Kategorie neben Zartbitter-, Vollmilch- und weißer Schokolade und die erste wirkliche Innovation in diesem Markt nach der Erfindung der weißen Schokolade vor 80 Jahren.

Das erste Produkt, das wir hier in Deutschland probieren konnten, ist das rosa Kitkat von Nestlé. Jetzt, rund ein Jahr später, kommt der erste deutsche industrielle Hersteller, der die Ruby-Schokolade verarbeitet: Die Heilemann Confiserie, Tochter des thüringischen Nougatherstellers Viba Sweets, hat sich die Lizenz als Erster gesichert.

Andreas Steffen, Geschäftsführer von Viba Sweets, und die bekante Youtuberin Sally, die ihre eigene Backshow auf Vox hat, präsentieren die neuen Ruby-Produkte von Heilemann auf der ISM.

Youtuberin Sally präsentiert die Ruby

Fünf neue Ruby-Produkte stellte der Mittelständler auf der ISM, der internationalen Süßwarenmesse, in Köln vor. Dafür holte sich das Unternehmen Unterstützung von Saliha Özcan, besser bekannt als Sally. Sie betreibt mit Sallys Welt den erfolgreichsten deutschen Food-Youtube-Kanal und hat mit Einfach Sally ihre eigene Backshow auf Vox. Sie verarbeitet in ihren Rezepten schon länger das Nougat von Viba.

Im neuen Ruby-Sortiment von Heilemann soll für jeden Geschmack etwas dabei sein:

  • Die dünnen Tafeln in 37 und 80 Gramm sind für die klassischen Schokoladen-Lutscher.
  • Die Stones, dickere Stücke mit einer Zartbitter- und einer Ruby-Schicht, sollen die Schokoladen-Beißer ansprechen.
  • Die Crowns, von Ruby-Schokolade überzogene Nougathügel mit einer Haselnuss, eignen sich zum Verschenken.
  • Die Pearls, mit Ruby-Schokolade umhüllte Haselnüsse, bieten sich zum Teilen mit Gästen an.

Bis auf die Pearls sind alle Produkte bereits für den Handel verfügbar. Die Pearls sollen Anfang März lieferfähig sein, verspricht der Mittelständler. 

Rund 4 Euro soll die 80-Gramm-Tafel kosten.

Barry Callebaut stellt die Ruby-Schokolade aus der seltenen Ruby-Kakaobohne her. Züchten kann man sie bisher nicht, die Kakaobauern suchen und sammeln sie auf ihren Plantagen in den Tropen. Die Kakaofrucht selbst hat äußerlich ebenfalls einen leicht rosa- bis rötlich-orangefarbenen Ton. 

Die Ruby schmeckt säuerlich, süß und beerig

Neben dem seltenen Kakao dieser Bohne stecken in der Ruby-Schokolade ausschließlich Milchpulver, Emulgatoren und Vanille, wie in den meisten Schokoladen, sowie zusätzlich Zitrone, die die rosa Farbe bewahren soll. Farbstoffe sind nicht drin. Abgesehen von der Farbe, unterscheidet sich die Schokolade von ihren braunen und weißen Schwestern durch einen beerig-fruchtigen Geschmack und eine leicht säuerliche Note.

Barry Callebaut fasst die Aromen so zusammen:

Auch der Ruby-Erfinder Barry Callebaut präsentiert auf der ISM die rosa Schokolade und zeigt die Geschmacksnuancen, die in ihr stecken.

Große Chance für Heilemann

Für die Heilemann Confiserie ist die Ruby-Schokolade ein tolle Gelegenheit, sich neu und modern zu positionieren und Wachstum zu generieren. Denn bislang ist sie der einzige industrielle Hersteller in Deutschland, der die Rohmasse der Ruby-Schokolade von Barry Callebaut bezieht und verarbeitet. 

2016 hatte Viba die angeschlagene Heilemann Confiserie übernommen. Jetzt will das Mutterunternehmen sie zukunftsfähig aufstellen und jüngere Zielgruppen erschließen. Der Ruby-Deal dürfte in der Mission ein wichtiger Vorstoß sein. Glaubt man Barry Callebaut, hat Ruby die Chance, mit dem besonderen Geschmack und außerdem mit dem Faktor Außergewöhnlichkeit Menschen zu überzeugen, die bisher keine Schokolade gekauft haben. 

Die Herausforderung für Heilemann besteht jetzt darin, sich möglichst schnell als der eine Anbieter der Ruby-Schokolade in Deutschland zu positionieren und die Bekanntheit zu steigern, bevor andere nachziehen. Denn die Kooperation mit Barry Callebaut ist nicht exklusiv. Es ist also wahrscheinlich, dass, abgesehen von Nestlé, andere deutsche oder am deutschen Markt präsente Hersteller bald nachziehen.  

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