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Die Süßwaren-Hidden-Champions
Leysieffer: Die Himmlischen und Schokolade to go

Zwei konträre Produkte sind bei der Konfiserie Leysieffer der Renner: Die Himmlischen, die es seit 70 Jahren gibt. Und die nagelneue #Schoki für die Generation Insta. 

Text: W&V Redaktion

12. Februar 2019

In Osnabrück fertigt Leysieffer in Manufakturqualität, so der eigene Anspruch.
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Dieses Jahr wird die Konfiserie Leysieffer 110 Jahre alt. Ziemlich genau zehnmal so viele Produkte hat das Unternehmen im Sortiment, nämlich 1100. Gerade mal 350 Mitarbeiter stellen diese große Vielfalt in der Hauptniederlassung in Osnabrück her. Überwacht und geleitet wird das Geschäft von Geschäftsführer Jan Leysieffer, der dem Mittelständler in vierter Generation vorsteht.

Auch seine Frau Sylvia mischt mit. Sie gestaltet die Verpackungen des gesamten Sortiments, das Schokoladentafeln, Pralinen, Trüffel, Fruchtaufstriche, Gebäcke, Torten und Baumkuchen umfasst. Sie habe zwar keine Grafikerausbildung genossen, aber sie kenne das Unternehmen und die Marke besser als jeder externe Profi und wisse schon allein daher genau, worauf es bei der Gestaltung ankommt.

Der Anspruch: Schokolade in Manufakturqualität

Doch was genau macht die Marke Leysieffer eigentlich aus? Hohe Qualität, Premiumanspruch, gute Zutaten, handwerkliche Herstellung, zählt Julia Knieps, Referentin für Marketing und Vertrieb, auf. Der klassische Lebensmittelhandel ist bisher nicht das Hauptziel der Vertriebsaktivitäten. Über deutsche Supermärkte erwirtschaftet das Unternehmen nur einen geringen Prozentsatz seines Umsatzes.

Die Schokoladen in Manufakturqualität liegen zum Beispiel bei wenigen ausgewählten Premium-Edeka-Märkten. Um zu wachsen, will Leysieffer die Kooperationen mit dem Lebensmittelhandel ausbauen. Die 17 eigenen Filialen zwischen Sylt und Rottach-Egern am Tegernsee, der eigene Onlineshop sowie der Fachhandel sind dagegen heute die wichtigsten Vertriebskanäle.

Baumkuchen verkauft sich das ganze Jahr über.

Auch ins Ausland verkauft Leysieffer. Zum Beispiel sei der Baumkuchen der Renner in Japan, erzählt Knieps. Ein mittlerer zweistelliger prozentualer Anteil des Baumkuchenabsatzes komme von dort. Der König der Kuchen, wie er auch genannt wird, ist bei Weitem kein Weihnachtsgebäck, sondern verkaufe sich das ganze Jahr über.

Die Himmlischen sind der Bestseller

Das beliebteste Produkt im Sortiment sind die Himmlischen, ein Klassiker, den es seit 70 Jahren gibt. Leysieffer hat sich den Namen schützen lassen. Sie bestehen aus einem Kern aus aufgeschlagener Milchcreme, umhüllt von Schokolade, die im noch flüssigen Zustand in Zucker gewälzt wurde. So bekommt der softe Kern eine knusprige Hülle. Die klassische Variante dieser Praline ist mit Vollmilchschokolade umhüllt. Mittlerweile gibt es sie auch mit dunkler Schokolade.

Die Himmlischen gibt es in dunkel und hell.

Mit der eigenen Nutella-Konkurrenz scheint Leysieffer im Oktober 2018 einen Nerv getroffen zu haben: Chocolat-Noisette heißt der Schoko-Nuss-Aufstrich, kostet 4,65 Euro für 200 Gramm und wird ohne Palmöl, mit weniger Zucker, dafür mit mehr Haselnüssen und Kakao hergestellt. Bisher gibt es ihn nur in den eigenen Filialen. Aber weil die Nachfrage so groß ist, soll er bald auch über die anderen Vertriebskanäle verkauft werden.

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Schokolade to go

Weil der Sommer für die Schokoladenindustrie immer eine schwierige Zeit ist, hat sich Leysieffer 2018 etwas Besonderes ausgedacht. Und zwar haben die Produktentwickler sich vom Eis inspirieren lassen und einen typischen Eisbecher entwickelt, den sie mit Schokoladenbruch gefüllt haben.

So wird Schokolade zum To-go-Produkt an heißen Tagen. Und mit dem Namen #Schoki gleichzeitig "instagrammable". "Das war der Renner", sagt Julia Knieps, auch wenn der heiße Sommer insgesamt für die Osnabrücker schwierig war. Deshalb sei eine Wiederholung in diesem Jahr wahrscheinlich.

Los geht's mit Influencermarketing

Insgesamt hat Leysieffer 2019 viel vor: "Wir wollen uns digitaler aufstellen", sagt die Marketingleiterin. Facebook und Instagram werden wichtiger als Marketingkanäle. Außerdem wolle man in diesem Jahr erstmals mit Influencermarketing loslegen. Wie genau das aussehen wird, verrät sie noch nicht. Eine Agentur unterstützt bei den Influencer-Aktivitäten nicht.

Für PoS-Marketing und gelegentliche Printkampagnen, zum Beispiel an Weihnachten, unterstützt die Osnabrücker Agentur Stiehl Over Markenkommunikation, die unter anderem Familia, Lloyd, Takko und Schmitz Cargobull auf der Referenzenliste stehen hat.

Das Leysieffer-Stammhaus ist der Ursprung der Konfiserie

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Übrigens: Am 4. Juli findet die W&V MAKE in Düsseldorf statt, am 26. November in München. Seien Sie dabei!

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