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International
Wie Deepblue Networks kreatives Know-how nach Ghana bringt

Deepblue Networks reiste mit einem Team nach Ghana, um dort Kreativen das Filmemachen beizubringen. Damit beantworten sie unter anderem die Sinnfrage der eigenen Mitarbeiter. 

Text: Anonymous User

9. September 2019

Sophie Dieckmann, Magdalena Szatkowska, Jana Hintz, alle von Deepblue (v. l. n. r.) gemeinsam mit zwei Workshop-Teilnehmerinnen des Weltfilme-Lehrgangs.
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Hohe Luftfeuchtigkeit, Malariapillen, zu elft in einem Auto. So stellt man sich seinen Berufseinstieg nicht unbedingt vor. Genau das aber haben Sophie Dieckmann und Jana Hintz, ­Junior Art Director und Junior Konzeptionerin von Deepblue Networks erlebt. Statt klimatisierter Räume mit Glasfronten und Tischkicker-Sessions setzt die Digitalagentur ihre Junioren seit Neuestem schweißtreibenden Bedingungen aus.

Die Agentur aus Hamburg unterstützt die Organisation Weltfilme.org unentgeltlich und hat dafür ein junges Kreativteam nach Ghana geschickt. Dort sollte der Content für den  Relaunch der Weltfilme-Webseite generiert werden. Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Berlin engagiert sich dafür, Know-how rund ums Filmemachen in Entwicklungsländer zu tragen, Filmschaffende auszubilden und damit ihre Jobchancen zu erhöhen.

Der Verein begleitet den afrikanischen Nachwuchs von der Drehbuchentwicklung bis zur Postproduktion und macht die entstandenen Filme über Festivals, Kino und Social Media einer größtmöglichen Zuschauerzahl zugänglich. Ob Dokumentation oder Kurzfilm – mit jeder erzählten Geschichte gewährt Weltfilme Einblicke in das Leben in Entwicklungsländer, klärt über vor Ort relevante Themen auf und fördert den kulturellen Austausch zwischen Nord und Süd.

Viel Gestaltungsspielraum für die Juniorkreativen

Tanja Schmidt, Head of Human Resources bei Deepblue Networks, erklärt: „Gerade Berufseinsteigern und Junioren stellt sich oftmals die Sinnfrage im Job. Pro-bono-Kunden können eine Antwort darauf sein.“ Vor allem dann, wenn man das Projekt nicht nur hier und da unterstützt, sondern federführend gestalten kann. Deshalb wolle Deepblue Networks Junioren schon möglichst früh freie Hand lassen und ihnen dabei helfen, eigene Maßnahmen umzusetzen. Das motiviert. Besonders, wenn sie die Umsetzung sogar nach Westafrika führt.

Junior Art Director Sophie Dieckmann beim Briefing der ghanaischen Fotografinnen in Koforidua nördlich der Haupstadt.

Dieckmann und Hintz waren sofort begeistert und wünschen sich nach der Erfahrung, dass vielleicht auch andere Agenturen davon angeregt werden: „Die Reise hat uns gezeigt, was die Arbeit von Weltfilme und anderen Organisationen in den Ländern tatsächlich bewirkt. Wir können jedem nur empfehlen, sich ähnliche Herzensprojekte zu suchen.“ Vorausgesetzt, der eigene Arbeitgeber gibt einem die Chance dazu.

Neue Wege im Talentwettbewerb

Christian Thron, Managing Creative Director von Deepblue Networks, fühlt sich in seiner Strategie bestätigt: „Im Zeitalter des War-for-Talents entscheiden sich junge Leute für Agenturen und nicht umgekehrt. Nach innen wie nach außen braucht es Geschichten, die als Motivatoren funktionieren und den Werten und Zielen junger Mitarbeiter entsprechen. Egal ob Hingabe für eine sinnvolle Sache oder Freiheit bei der Erledigung einer Aufgabe. Wir brauchen bessere Argumente, um unsere jüngeren Mitarbeiter dauerhaft zu motivieren und in der Agentur zu halten.“

Da war ein Projekt, wie das für Weltfilme mit Kampagnenentwicklung und Umsetzung vor Ort in Ghana offenbar genau das Richtige. Die beteiligten Junioren reiften daran ebenso wie die Agentur. Deepblue Networks unterstützt seine Leute angeblich schon immer, wenn sie mit Pro-bono-Projekten auf die Geschäftsführung zukommen. Der Kollege, der das Projekt vorschlägt, übernimmt dann die Rolle eines Paten, unabhängig von seinem Karrierelevel. 

Magdalena Szatkowska, Projektmanagerin bei Deepblue Networks, hat Sophie Dieckmann und Jana Hintz nach Ghana begleitet. Sie hatte im Vorfeld Weltfilme kontaktiert und ihre Hilfe bei einem möglichen Website-­Relaunch und anderen Marketingmaßnahmen angeboten.

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