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Marketing im Mittelstand
Trendsetter Followfood: So funktioniert Markendehnung

Mit Tiefkühlgemüse und Weinen erweitert Followfood sein Sortiment. Das funktioniert, weil Followfood im Vorfeld konsequent an einer klaren Positionierung gearbeitet hat.

Text: W&V Redaktion

11. Februar 2019

Sechs Gemüseprodukte ergänzen das Followfood-Sortiment
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Ein Fischproduktehersteller, der plötzlich nicht nur Bio-Pizzen, sondern auch Gemüse in die Tiefkühltruhen des Lebensmitteleinzelhandels und der Biomärkte legt? Und dann auch noch Wein verkauft? Klingt nach einer ziemlich chaotischen Markenstrategie. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Followfood macht es genau richtig mit seiner Markendehnung. Gemüse, Pizzen und Wein haben beste Voraussetzungen, genauso erfolgreich zu werden wie die Tiefkühlfische. Denn das Unternehmen vom Bodensee hat in den vergangenen Jahren hart an seiner Positionierung gearbeitet und kann davon jetzt profitieren und die neuen Produkte leicht unter seinem Markendach integrieren.

Doch was ist das Geheimnis der Marke?

Geheimnis 1 // Der Trackingcode

2007, mit der Einführung von Followfish etablierte das Unternehmen auf seinen braunen Papp-Packungen den Trackingcode, mit dem der Verbraucher jeden Fisch aus der Packung nachverfolgen kann. Der Code, der längst von vielen Unternehmen kopiert wird, ist nach wie vor das wichtigste Marketingtool der Marke, die die Nachverfolgung sogar im Namen trägt. Umso wichtiger, dass alle Produkte, die Followfood im Laufe der Zeit eingeführt hat und einführen wird, ebenfalls den Trackingcode auf der Verpackung aufweisen.

Geheimnis 2 // Die Namensgebung

Als Followfish auf den Markt kam, lief die Marke noch unter dem Firmenname Fish & More. Im Dezember dann folgte die Umbenennung in Followfood. Die Inhaber begründeten damals den Schritt mit dem Erfolg von Followfish und dem Trackingcode, der auch im Firmenname auftauchen sollte. Doch der neue Name war zudem ein kluger Schachzug, um künftige Produkte im Portfolio unter der gleichen Marke lauchen zu können. Zum einen ist eine Zugehörigkeit von Followfish zu Followfood sofort klar. Zum anderen bietet das "food" im Namen alle Möglichkeiten für weitere Line-Extensions.

Geheimnis 3 // Pragmatischer Idealismus

Followfood tritt mit großen Zielen an: Die Fischindustrie zu verbessern, nachhaltiger und transparenter zu machen, die Meere zu retten. Mit der Einführung der Bodenretter-Initiative geht das Unternehmen noch einen Schritt weiter, will die Böden retten und Bio strengere Maßstäbe und Kriterien verleihen. Der Idealismus der Gründer macht die Marke aus. Doch ganz pragmatisch sehen die Geschäftsführer auch, dass sie die Nische verlassen müssen, um wirklich etwas zu bewegen. Also sind sie nicht nur in Bioläden erhältlich, sondern auch im Lebensmitteleinzelhandel. Also unterstützen sie das Siegel MSC, obwohl es Umweltverbände wie Greenpeace und der WWF nicht weit genug geht. Followfood setzt auf Wachstum und Größe. Damit das Unternehmen sich gesund weiterentwickeln kann. Und damit es Bekanntheit erreicht und seine Ziele erreicht.

Geheimnis 4 // Konsequentes Weiterdenken

Mit der Einführung der Tiefkühlgemüsesorten und der Bio-Weine im Frühjahr, denkt Followfood seine Marke konsequent weiter und geht einen weitern Schritt hin zu einem Unternehmen, dass für alle Bedürfnisse Produkte im Sortiment hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Gemüserange genauso wie die Fisch-Range weiter entwickelt und bei Erfolg ausgebaut wird, ist groß.

Mehr Infos zum Thema Mittelstand gefällig? Am 2. April macht die W&V MAKE in Hamburg Station. Lernen Sie, wie Sie als Mittelständler die Stärken Ihres Unternehmens zum Markenkern machen und für die Kommunikation verwenden können.

Übrigens: Am 4. Juli findet die W&V MAKE in Düsseldorf statt, am 26. November in München. Seien Sie dabei!

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