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Studie von Avantgarde und Macromedia
Warum junge Marketer keine Angst vor der Digitalisierung haben

Auch wenn sie in Studium und Ausbildung nicht unbedingt gut vorbereitet werden, blicken jungen Marketiers zuversichtlich in die Zukunft. Was sie nicht können, bringen sie sich bei. Das zeigt eine Studie.

Text: W&V Redaktion

23. Januar 2019

85 Prozent machen die Wahl eines Arbeitgebers abhängig davon, ob sie von Zuhause arbeiten können.
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Alle reden von der digitalen Transformation, aber wieviel davon ist bereits im Arbeitsalltag deutscher Marketer zu spüren?

Weniger als erwartet! So jedenfalls lassen sich die Ergebnisse der Studie "Status Quo: Digitalisierung & Marketing" zusammenfassen, die der Recruiting-Spezialist Avantgarde Experts und die Macromedia Business School jetzt in München veröffentlicht haben.

Vor allem bei der Ausbildung hapert es. Zum Glück stehen die Befragten der Digitalisierung offen gegenüber und bilden sich selbst fort.

Die Resultate im Einzelnen

No. 1 - Learning by doing
Wie gut fühlen Sie sich durch Ausbildung oder Studium auf die Berufswelt vorbereitet? Erste Frage der Erhebung – die 46 Prozent der 367 Teilnehmer positiv beantworten, vor allem Vertriebler, IT-ler und Dienstleister. Marketer aus dem Bereich Kommunikation hingegen fühlen sich eher abgehängt. Management-Skills werden vermittelt, Social Media aber nicht. 64 Prozent der Marketing-Experten bringen kaum bis gar keine Social-Media-Kompetenzen aus der Ausbildung und dem Studium mit. Da heißt es: Traning on the job.

No.2 - KI spielt keine Rolle
Der Trend zur Technisierung verändert den Arbeitsplatz am stärksten; diese Einschätzung teilen Marketingexperten aller Couleurs. 62 Prozent sehen das so. Künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung jedoch, Kernthemen der Digitalisierung, haben eine geringe Bedeutung. Nur in 20 Prozent aller Fälle treiben sie bereits den Wandel im Job.

No.3 - Daheim bleiben
Bei der Wahl des Arbeitgebers ist das Gehalt wichtig. Für 85 Prozent der deutschen Marketer ist aber auch die Option Home Office ein guter Grund, ein Jobangebot anzunehmen.

No.4 - Keine Experimente
Moderne Arbeitsplatzkonzepte sind - Überraschung! - Marketern gar nicht so wichtig. Coworking Spaces, flexible Arbeitsplätze oder Rückzugsräume brauchen sie nicht. Nur jeder Fünfte findet, es sollte mehr davon geben. Die Erfahrung prägt, dass es in Unternehmen eher um den Schein geht, weil es häufig an der Bespielungskompetenz für die Gestaltung kreativer Arbeitsräume fehlt. Hautpsache chic!

No.5 - Sicherheit zählt
Arbeitsort und -zeiten dürfen heutzutage durchaus flexibel sein, der Arbeitsvertrag dagegen nicht. 89 Prozent bevorzugen unbefristete Stellen. Nur Kreative ziehen mit 40 Prozent die Selbstständigkeit vor.

No.6 - Kollege Roboter willkommen
Vor der Automatisierung haben Marketer keine Angst. Fast drei Viertel sind der Ansicht, dann mehr Zeit für interessantere Aufgaben zu haben.

No.7 - Bauch versus Daten
Über die Hälfte der Marketiers bewerten Daten als mäßig relevant. 38 Prozent treffen Entscheidungen gleichermaßen aus dem Bauch heraus wie auf Basis von Daten. Ein Zeichen dafür, dass sich unsere Wirtschaft noch in einer Übergangsphase bewegt.

Hier die Details zur Studie.

Avantgarde Experts hat mit der Macromedia Business School 367 Experten aus dem Marketing zu ihren erlernten Kompetenzen, Präfenzen bei der Wahl eines neuen Arbeitgebers, aktuellen Veränderungen an ihrem Arbeitsplatz sowie ihrer Einschätzung zu den Folgen des digitalen Wandels befragt. 50 Prozent der Teilnehmenden kamen aus der Marketing- und Kommunikationsbranche, 81 Prozent hatten studiert. 35 Prozent der Grundgesamtheit waren zwischen 30 und 39 Jahre alt, 26 Prozent zwischen 20 und 29 Jahren und 24 Prozent zwischen 40 und 49. 53 Prozent der Befragten waren weiblichen, 47 Prozent männlichen Geschlechts. Die Erhebung gilt als repräsentativ.

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