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Marketing im Mittelstand
Wer ist eigentlich ... Lafayette Mittelstand Capital?

Der Retter des Traditionsunternehmens Kettler heißt Lafayette Mittelstand Capital. Doch wer verbirgt sich hinter der Beteiligungsgesellschaft?

Text: W&V Redaktion

8. Januar 2019

Kettler lässt sich jetzt von Investoren helfen – Lafayette Mittelstand Capital heißt der neue Eigentümer.
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Der Kettcar-Hersteller Kettler ist vorerst gerettet – nach einer aufreibenden Investorensuche. Rückwirkend zum 1. Dezember 2018 übernimmt die Beteiligungsgesellschaft Lafayette Mittelstand Capital das nordrhein-westfälische Unternehmen, das im vergangenen Geschäftsjahr 105 Millionen Euro umgesetzt hat.

Der Name ist bei den Luxemburgern, die außerdem ein Büro in Frankfurt unterhalten, Programm: Lafayette Mittelstand Capital beteiligt sich vor allem an mittelständischen Unternehmen in Österreich, Deutschland und der Schweiz, die sich in Sondersituationen wie Turnarounds, Insolvenzen oder Abspaltungen befinden. Das Kapital der Firma kommt von institutionellen Investoren, Family Offices und Lafayette-Mitarbeitern.

Das Unternehmen schreibt sich auf die Fahnen, langfristige Engagements einzugehen, und behauptet, sich ohne Verkaufsdruck zu engagieren.  

Unter anderem hat Lafayette Mittelstand Capital Anfang 2018 von der Wuppermann-Gruppe, einem familiengeführten Mittelständler aus der stahlverarbeitenden Industrie, Teile des Unternehmens übernommen, die nicht mehr zur Kernkomptenz des Mittelständlers gehören. 2017 hat Lafayette sich bei den Münsterländischen Margarine-Werken J. Lülf engagiert, als diese Insolvenz anmelden mussten.

Eine der bekanntesten Geschichten von Lafayette ist der Kauf der 2009 insolventen Elixia-Fitnessstudios. 2016 verkaufte Lafayette die Beteiligung an das Management von Elexia wieder. Als Vitalclub ist die Kette nur noch in Berlin an drei Standorten tätig.

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